Die Feuchtigkeit bringt sie hervor
Es gibt wohl keine Situation, die nicht auch etwas Gutes hätte: Dank der ausgesprochenen Feuchtigkeit der letzten Tage sind vermehrt die sonst mehrheitlich nachtaktiven Alpensalamander zu beobachten. Das untenstehende Bild wurde im Kirchner Park aufgenommen. Ein Ort, an dem diese sonst auf Alpweiden und in Schluchten anzutreffende Amphibienart wohl kaum erwartet wird. Die Bündner Interessengemeinschaft für Reptilien- und Amphibienschutz (BIGRA) beschreibt ihn wie folgt: «Der Alpensalamander (Salamandra atra) ist in vielfacher Hinsicht ein eigentümlicher und von der Norm abweichender Lurch. Als einziges Amphib Europas hat er sich vom offenen Wasser völlig gelöst, ja er ist sogar ein ausgesprochen schlechter Schwimmer. Feuchtigkeit allein genügt ihm, ist aber auch lebensnotwendig.
Sein ganzer Körper (auch die Bauchseite!) ist glänzend schwarz und ohne jedes Zeichnungsmuster. Der Rumpf sieht aus wie in senkrechte Scheiben unterteilt. Entlang der Rückenmitte zieht sich eine Doppelreihe Drüsen. An den Seiten finden sich kegelförmige Erhebungen mit einer Drüsenöffnung auf der Spitze.»