Bündnerinnen eroberten Zürich
Heiss war es, als die Bündnerinnen am Mittwoch vergangener Woche in Zürich ankamen. Doch sie wussten sich zu helfen. Bereits die kurze Überfahrt ans Zürihorn vermochte Kühlung zu bringen. Auch beim Mittagessen auf der Terrasse der «Fischerstube» waren die Temperaturen bei den gut gelaunten Bündnerinnen nur Nebensache, denn die Besichtigung vom Nachmittag würde sie in den Untergrund bringen. Genauer in die «Eingeweide» des Zürcher Hauptbahnhofs, des zentralen Drehkreuzes unter der Stadt. Treffpunkt war im Ausstellungsraum – eigentlich eine zweite Röhre, die einmal als Autostrasse gedacht, aber als solche nie benutzt worden war. Aufgeteilt in zwei Gruppen, durften die Bündnerinnen unter kundiger Führung die komplexe Infrastruktur erkunden. Auch für jene, die glaubten, den Bahnhof gut zu kennen, gab es doch so einige Aha-Erlebnisse. Welche Brandschutzmassnahmen gibt es? Wie sieht die Logistik für die Anlieferung zu den rund 180 Ladengeschäften des Shopvilles aus? Wohin mit den zahllosen Fahrrädern, die die Bahnpendler zwischenzeitlich abstellen wollen? Mit neuer Hochachtung vor dem gut eingespielten Unterbau, der das ganze, verzahnte oberirdische «Leben» am Laufen hält, bestiegen die Bündnerinnen anschliessend wieder den Zug. Jenen, der sie sicher und pünktlich nach Davos zurückbringen würde.