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Leben & Freizeit

Dicke Post für die Bündner Verwaltung

Olivier Berger
11.04.2019, 04:30 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

René Frei kann sich «das Verhalten des Kantons nicht erklären». Der Ingenieur aus dem Maschinenbau wollte auf dem früheren Sägereiareal in Domat/Ems ein Holzwerk mit Weiterverarbeitung realisieren. Bereits im Juni 2016 sei er deswegen an den Kanton gelangt, so Frei. Aber: «Man könnte sagen, dass wir verarscht wurden.»

Einen Investor verloren

Frei wirft dem Kanton vor, ihn und seine Bündner und auswärtigen Partner lange nicht über die Bedingungen für die Realisierung eines Holzwerks in Domat/Ems informiert zu haben. So habe er erst nach langer Zeit erfahren, dass die Pfeifer-Gruppe als frühere Eigentümerin des Baurechts ein Vorzugsrecht für den Bau einer Sägerei besitze, das bis ins Jahr 2046 dauere. Bis heute kenne er zudem den Baurechtszins für das Gelände nicht; einen möglichen Investor habe er deshalb bereits verloren.

Im Sommer vergangenen Jahres hat Frei dem Kanton deshalb eine Rechnung über 368'000 Franken und seither zwei Mahnungen über den gleichen Betrag geschickt. Diesen Betrag will er für geleistete Vorarbeiten, darunter eine detaillierte Planung.

Der Kanton winkt ab

Beim Kanton weist man die Vorwürfe zurück. Man habe Unternehmer Frei immer vollumfänglich informiert, sagt Bruno Maranta, Departementssekretär im zuständigen Departement für Volkswirtschaft und Soziales. Frei dagegen habe wichtige Bedingungen nicht erfüllt.

Der ganze Aboartikel:

Ein Unternehmer fühlt sich auf den Holzweg geschickt

Mehr zum Thema: Kanton Graubünden, Domat/Ems
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