Der Traum vom Luxuszweitheim wird immer häufiger Realität
«Machen Sie Ferien in der Schweiz», forderte Bundesrat Ueli Maurer letzten Frühling vom Parlament an der Frühlingssession. Diesen Satz nahmen sich wohl viele Schweizerinnen und Schweizer zu Herzen, denn Ferien in der Schweiz sind noch immer im Trend. Der Bedarf an einer Ferienwohnung oder gar einem Ferienhaus ist dementsprechend gross.
«Zweitwohnungen im Engadin sind gesuchter als noch vor der Coronapandemie», sagt Sascha Ginesta vom Immobilienunternehmen Ginesta gegenüber TV Südostschweiz. Zurzeit suchen gemäss Ginesta doppelt so viele Personen nach einer Zweitwohnung im Engadin wie noch im Frühling 2020. Bevor das Immobilienunternehmen eine Wohnung verkauft, werden jeweils 250 Interessenten benötigt. Diese werden nun schneller erreicht, erklärt er. «Vor Corona dauerte es rund 9 Monate, bis sich 250 Personen für eine 2,5 Millionen Franken teure Wohnung interessiert haben. Jetzt dauerte es noch knapp ein bis zwei Monate.»
Viele Interessierte aus der Schweiz
Die Immobilienfirma hat sich auf den Verkauf von Luxuswohnungen fokussiert. Eine klassische Zweitwohnung im Oberengadin koste beispielsweise zwischen 2 und 2,5 Millionen Franken, so Ginesta. Wohnungen in St. Moritz seien etwas teurer. Leisten wollen sich diese Wohnungen hauptsächlich Personen aus der Schweiz, so Ginesta. Wie schon vor der Coronapandemie käme der Grossteil der Kundschaft von Ginesta Immobilien aus den Kantonen Zürich, Zug, Aargau und Teilen der Ostschweiz. Nur wenige Kunden stammen aus dem Ausland, wie er erklärt. Generell hätten die klassischen Käufer der Ferienwohnungen dieselbe Herkunft, wie die klassischen Hotelgäste der jeweiligen Destination, erklärt der Immobilienmakler.