Der Jahrmarkt ist Kaltbrunns Oktober-Volksfest
Er hat eine phänomenal starke Anziehungskraft: Kinder, Jugendliche und Erwachsene fiebern jedes Jahr dem Kaltbrunner Jahrmarkt entgegen. Die eingefleischten Fans nehmen einige Tage Ferien, und die Hälfte aller Kaltbrunner zumindest einen Tag. Mit den Vorvormärkten und Vormärkten ist ab Montag im beschaulichen Dorf im Linthgebiet Party-Time angesagt.
Bereits die Stierenschau mit Jungvieh, Rindern und Kühen vom Mittwoch war gut besucht, wenn auch nicht ganz so gut wie auch schon. Der Grund: Petrus hielt den ganzen Tag über seine Schleusen geöffnet. Der Dauerregen tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Und gestern Donnerstag, dem eigentlichen Jahrmarkt-Tag, hatte Petrus dann das Einsehen. Zwar gab es noch vereinzelt einige Tropfen Regen, aber ab dem Mittag dominierte dann mildes Herbstwetter das Geschehen.
Vor 20 Jahren getroffen
Mit den Sonnenstrahlen strömten auch immer mehr Besucher auf Gelände. Den ganzen Tag hindurch dürften etwa 6500 Menschen durch die rund 200 Marktstände geschlendert sein. Diese verteilten sich über das Kaltbrunner Dorfzentrum.
An vielen Ständen konnten Köstlichkeiten aus der Region erworben werden. Andernorts standen Magenbrot, Mandeln und Zuckerwatte im Mittelpunkt. Weitere Stände mit Spielsachen, Kleidern, Kerzen oder Kissen ergänzten den vielfältigen und beliebten Jahrmarkt, der als grösster und schönster der Ostschweiz gilt.
Dementsprechend pilgern die Besucherscharen nicht nur aus der Region, sondern aus der ganzen Schweiz nach Kaltbrunn. «Dieser Tag ist in meiner Agenda immer gesetzt. Seit Jahrzehnten habe ich keinen verpasst», meint eine 56-jährige Frau aus Siebnen. Ihre Begleiterin erzählt, dass sie vor genau 20 Jahren ihren heutigen Ehemann hier am Jahrmarkt kennengelernt habe.
«Er kommt heute auch noch an den Markt. Dann stossen wir auf weitere schöne Jahre an.» Na dann. Prosit und viel Glück!