Der Churer Wald im Wandel
Der Churer Wald diente im 19. Jahrhundert hauptsächlich als Rohstofflieferant. Das Holz wurde direkt im Wald geschlagen und danach mit Pferdefuhrwerk zur Weiterverarbeitung transportiert. Noch heute erinnern zahlreiche Waldwege im Fürstenwald, am Mittenberg und in Richtung Brambrüesch an diese Zeiten.
Auch heute wird noch Holz aus den Churer Wäldern gewonnen. Gemäss Mitteilung der Stadt Chur jedoch nicht primär wegen des Verkaufserlöses, sondern weil durch die heute intensivere Waldpflege das Produkt Holz automatisch geerntet werden muss.
Stattdessen diene der Churer Wald mehr als Erholungsraum. Der Fürstenwald, so teilte die Stadt Chur mit, sei vermutlich der am intensivsten genutzte Erholungswald im Kanton. Unzählige Wandernde mit und ohne Hunde, Bikerinnen und Biker und andere Erholungssuchende sind im stadtnahen Wald unterwegs. Auch der Pizoggel, der eigentliche Hausberg von Chur, biete nahe gelegenen Erholungsraum für die Bevölkerung.