Der Bündner Don Quijote in Dübendorf
Am 8. Juli hat das Verwaltungsgericht den Gestaltungsplan zum Innovationspark Flugplatz Dübendorf aufgehoben. Dies nahm der Tages Anzeiger zum Anlass, Cla Semadeni und seinen Kampf gegen das Grossprojekt zu porträtieren.
Er weiss, wovon er spricht
Semadeni wandte sich an Dutzende Bundesämter, die Stadt Dübendorf und an den Kanton Zürich. Hunderte Seiten, Stimmrechtsbeschwerden, Leserbriefe, Eingaben an Gerichte. Kein Aufwand scheint dem 73-Jährigen zu gross zu sein, um gegen ein Projekt zu kämpfen, das ihm zu gross und teuer erscheint und das ihm mehr Flug- und Strassenlärm bescheren wird, wie es im Tagesanzeiger weiter heisst. Er wisse, wovon er spreche. Der studierte Architekt und Städtebauer war Stadtplaner in Zug, Chef des Bauamts in Dübendorf, Vizedirektor der Zürcher Stadtplanung und 14 Jahre lang Kantonsplaner in Graubünden.
Vor dem Erfolg kommt der Rückschlag
Trotz seiner Erfahrung und seines Wissens schien sein Kampf anfangs aussichtslos. Bereits 2018 sei ihm gesagt worden, dass eine Beschwerde keine Chance habe und dass ein Gerichtsverfahren sehr teuer werde. So war es dann auch. Semadeni verlor vor dem Baurekursgericht und musste die Gerichtsgebühren in Höhe von 50'000 Franken übernehmen. Er zog das Urteil weiter und hat nun am 8. Juli – seinem Geburtstag – Recht bekommen. «Das Verwaltungsgericht reduzierte die Baurekursgerichtsgebühren von 50'000 auf 18'000 Franken. Und weil die Baudirektion in fast allen Streitpunkten unterlag, muss sie 12'600 Franken davon bezahlen», heisst es im Artikel des Tages Anzeigers weiter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und gemäss der Zürcher Zeitung sei es gut möglich, dass der Kanton ans Bundesgericht weiterzieht. (dje)