«Dass der Name Fridolin verschwindet, macht mich traurig»
Sasi Subramaniam, Fotograf bei den «Glarner Nachrichten», hat ein Buch voller Fridlis, Friggen und Fritzen veröffentlicht. Der prominenteste darunter ist der Heilige St. Fridolin. Alles, was in diesem Buch abgedruckt ist, hat irgendwie mit dem Glarner Landespatron zu tun – seien es die vielen porträtierten Namensvettern oder eines der Brauchtümer, die sich auf den Mönch aus Irland beziehen: In Netstal brennt das Fridolinsfeuer, in Bilten treiben die Schiffchen auf dem Dorfbrunnen und in Bad Säckingen zieht eine Prozession durch die Strassen. Subramaniams Bilder zeigen den Heiligen Fridolin in all seinen Formen, auch den kommerziellen: So ist er auf Unterhosen zu finden, macht (fast inkognito) Werbung für Coca Cola oder ziert als Schmuckstück Glarner Ohren.
Die Hintergrundtexte und Anekdoten im Buch stammen ebenfalls aus der Feder von Fridlis und Fritzen: Fridolin Hauser liefert Historie und Sage zu Fridolin und seinen Glarner Namensvettern. Und alt Ständerat Fritz Schiesser zum Beispiel (der eigentlich Fridolin heisst) berichtet von den Verwirrungen, die entstehen können, wenn man Fritz genannt wird, aber eigentlich Fridolin heisst. Im Interview mit den «Glarner Nachrichten» erzählt Subramaniam von der Entstehung des Buches «Mein Name ist Fridolin».
Im Vorwort zu deinem Fotobuch schreibt Ursula Helg, der Glarner Landespatron Fridolin sei ein Heiliger mit Migrationshintergrund, schliesslich stamme er aus Irland. Du kommst aus Sri Lanka, hast du deshalb eine Verbindung zu Fridolin gespürt?
Sasi Subramaniam: Nein, das war eigentlich nicht der Grund, weshalb ich mich mit Fridolin befasst habe. Mich fasziniert einfach das ganze Brauchtum um ihn herum: Die rauchenden Kinder am Fridolinsfeuer oder auch einfach die vielen Erscheinungsformen, die er auf den verschiedenen Fahnen annimmt.