Das Unmögliche möglich gemacht
Bereits seit einigen Jahren veranstaltet ein Grüppchen – bestehend aus RhB-Mitarbeitenden, die in der Region wohnhaft sind oder waren – eine «Tour de Ski», wie sie es nennen. Sie setzt eine minutiöse Planung voraus. Denn im Tagesablauf kommt es auf jede Minute an – Pufferzeiten sind ein rares Gut. Das Programm ist übrigens nicht jedes Jahr das gleiche. Die Ski-Perfektionisten probieren jedes Jahr neue Varianten aus, wie sich die Skigebiete am besten verbinden lassen. Die Bedingungen dabei sind stets: Im jeweiligen Skigebiet muss der höchste Punkt erreicht werden, und die Verschiebungen zwischen den Talstationen sind – aus RhB-Sicht logisch – nur per ÖV möglich.
Heuer trafen sich die «Tour de Ski»-Teilnehmenden am Freitag letzter Woche zum winterlichen Highlight. Startpunkt war dieses Mal die Madrisabahn. Nach der Fahrt zum Schaffürggli stand eine Fahrt mit dem Madrisalift auf dem Programm. Doch dort wartete schon das erste Problem. Die erste Bergfahrt sollte erst um 8.45 Uhr stattfinden. Dank des Verhandlungsgeschicks des «Tour de Ski»-Organisators konnte der Liftmitarbeiter überredet werden, den Einschaltknopf der Anlage bereits fünf Minuten früher zu drücken. So erreichte das Team die auf 2617 mü.M. gelegene Bergstation pünktlich, und man konnte bereits ein erstes Erinnerungsfoto machen. Viel Zeit blieb nicht – schnell ging es zurück nach Klosters Dorf, um den Bus an den Platz zu erwischen. Da auch die Gotschnabahn die Skifahrenden rasch nach oben beförderte, war man gut im Zeitplan. Vom 2285 mü.M. hohen Gotschnagrat ging es via Schwarzseealp runter zum Klosterser Tallift Selfranga – Rötelihalt inbegriffen. Auch dort war eine Fahrt obligatorisch – und sie passte erst noch perfekt in den Zeitplan.
Per Bus und Zug wechselte man anschliessend nach Davos Dorf. Nach einem zügig abgewickelten Abstecher zum Bändalift wartete man beim Pischa-Terminal auf den Bus in ebendieses Skigebiet. Doch – auweia. Der kürzlich erfolgte Fahrplanwechsel war in der sonst so sorgfältigen Planung nicht berücksichtig worden. Es verging etwas Zeit, bis der nächste Kurs die immer noch skihungrigen Menschen ins Flüelatal beförderte. Bei der Talstation der Pischabahn war abermals Warten angesagt, da die Fahrpläne zwischen Bus und Pendelbahn nicht optimal aufeinander abgestimmt zu sein scheinen. Immerhin blieb so Zeit, sich telefonisch in der Mäderbeiz fürs Mittagessen anzukündigen. Nach erfolgter Abfahrt von der auf 2491 mü.M. gelegenen Bergstation blieb somit sehr wenig Zeit, das wärmende Mahl einzunehmen. Mit vollem Bauch ging es rasch die Talabfahrt hinunter. Immerhin konnte dann dank der Fahrkünste des Pischabus-Chauffeurs die Verspätung etwas minimiert werden. Reichte es sogar, um im Dorf per Zug nach Davos Platz zu fahren?