Das Problem der unsichtbaren Verkehrsteilnehmer
Der Savogniner Romano Plaz kann sich noch gut an den Zwischenfall im vergangenen Jahr erinnern. Wegen schlechter Sichtverhältnisse hätte er mit dem Auto beinahe einen Kollegen überfahren. «Das hat mich schockiert», wie er selbst zugibt. Kein Einzelfall: Untersuchungen zeigen, dass das Unfallrisiko in der Jahreszeit mit kürzeren Tagen um das drei- bis zehnfache höher ist, wie der Touring Club Schweiz (TCS) schreibt. Dies gilt besonders für Personen, welche zu Fuss, mit dem Velo oder dem Roller unterwegs sind, welche oftmals von Motorfahrzeuglenker zu spät erkannt werden. Aus diesem Grund führt der TCS zusammen mit «Made Visible» bereits zum 14. Mal der sogenannte «Tag des Lichts» durchgeführt. In Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Unternehmen werden diverse Aktionen durchgeführt, um die Bevölkerung für die Thematik von Sichtbarkeit und Sicherheit im Strassenverkehr zu sensibilisieren.
Auch für Plaz ist das Thema wichtig, wie er selbst sagt: «Man muss gesehen werden in der Nacht. Der Autofahrer sieht ja die Passanten eigentlich nicht.» Eines der Hauptprobleme sei, dass sich gerade ältere Leute tendenziell eher dunkel kleiden würden: «Für die muss man etwas machen», findet Plaz. «Passiert etwas, ist schliesslich immer der Automobilist schuld.» (sot)