Das ehemalige Gefängnis wird zum Wohnareal
Am Montag hat der Umbau des früheren Gefängnisses Sennhof in Chur begonnen. Als erster Schritt wird die Altlastensanierung durchgeführt, wie es in einer Mitteilung heisst. Abgebrochen werde daraufhin der nördliche Gebäudetrakt aus dem Jahre 1985. An seiner Stelle werde eine Überbauung mit Eigentumswohnungen errichtet. Alle anderen Bauten wie auch der denkmalgeschützte Turm bleiben bestehen.
Verschiedene Wohnmöglichkeiten
Entstehen sollen auf dem Areal Sennhof 29 Eigentumswohnungen sowie verschiedene Wohnmöglichkeiten für Jung und Alt. So seien in den bestehenden Gebäuden Clusterwohnungen geplant. Darunter versteht man ein Wohnungstyp, der aus mehreren privaten Wohneinheiten meist mit einem Bad und Gemeinschaftsräumen wie einer Wohnküche besteht.
Weiter sind im bisherigen Gefangenentrakt Räume für Handwerk und Kleingewerbe, ein Hostel sowie ein gastronomisches Angebot vorgesehen. Der Innenhof wird begrünt und soll Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besucherinnen und Besucher zum Verweilen einladen, wie es weiter heisst. Die Baubewilligung liege seit Dezember bei der einfachen Gesellschaft Sennhof vor, der Bezug der Wohnungen sei auf Herbst 2022 vorgesehen.
Freiwillig im Gefängnis wohnen
Nutzung des leeren Gefängnisses
Im vergangenen Jahr wurde das Areal des ehemaligen Gefängnisses alternativ genutzt. Es wurden von Chur Tourismus Führungen durch die ehemalige Strafanstalt angeboten. Zudem habe im November 2020 die Bündner Werkschau in den Räumen und im Aussenbereich stattgefunden, heisst es. (paa)