Churer Innovation in Indonesien
Alles begann vor zwei Jahren. «Ich bekam eine SMS aus Indonesien, in der ich gefragt wurde, ob ich eine Brücke planen möchte», beginnt der Churer Ingenieur Hans Pfaffen seine Erzählung. Er sagte sofort zu. Pfaffen erhielt kurz darauf ein Flugticket nach Indonesien und eine Woche später sass er im Flieger. Dort bekam er den Auftrag und flog wieder nach Hause. «Es kam wie aus heiterem Himmel», erinnert sich Pfaffen.
Er vermutet, dass die Bauherren aus Indonesien auf ihm kamen, da er mit der Triftbrücke im Kanton Bern oder mit der Geierlay- Hängeseilbrücke im deutschen Rheinland-Pfalz, die im Jahr 2015 als längste Hängeseilbrücke Deutschlands eröffnet wurde, schon bekannte Brücken geplant hatte.
Von der Idee zum Plan
Mittlerweile wurde aus dieser SMS ein konkretes Vorhaben. 530 Meter lang soll die Hängeseilbrücke werden und im Urwald in der Nähe der Stadt Bogor über eine 80 Meter tiefe Schlucht führen. «Wenn die Brücke steht, ist sie die längste Hängeseilbrücke der Welt.» Das Ganze habe einen rein touristischen Nutzen: Bei Bogor soll nämlich ein touristisches Zentrum mit Hotels entstehen. Weiter sei auch eine Seilbahn geplant, die dann zu der Brücke führen soll, erklärt Pfaffen. Diese baue ein Unternehmen aus Österreich.