Chur ist ein hartes Pflaster für Velofahrer
33'616 Velounfälle verzeichnete das Bundesamt für Strassen (Astra) schweizweit in der Zeitspanne von 2011 bis 2018. Chur ist bei einer Auflistung der 20 Gemeinden mit den meisten Unfällen auf dem 13. Rang zu finden. Dies berichtet der «Tages-Anzeiger» in seiner letzten Sonntagsausgabe.
Mehr Velos, mehr Unfälle
Durch die steigende Beliebtheit von Velos und Bikes gingen die Unfälle mit Autos, Töffs und auch Fussgängern zurück. Demgegenüber nahmen die Velounfälle zu.
Dies bestätigt auch Edi Rölli. Er ist Geschäftsführer des Vereins Pro Velo, welcher sich für die Interessen der Velofahrer in Graubünden einsetzt. «Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Anzahl an Unfällen mit Velobeteiligung in der Schweiz die letzten Jahre stetig angestiegen ist. Das ist sehr besorgniserregend», sagt Rölli.
In Chur sieht die Situation immerhin positiver aus. Die Unfälle mit Velobeteiligung in der Stadt Chur hätten sich über die Jahre kontinuierlich reduziert. Zu verdanken sei dies vor allem der Arbeit in den Schulen durch die Verkehrsinstruktoren der Stadtpolizei und dem Kursangebot von Pro Velo für Kinder.
Ein Blick auf die Verkehrsunfallstatistik der Kantonspolizei Graubünden vom Jahr 2018 bestätigt, dass die Präventionsarbeit gar kantonal fruchtet. «Bei den Fahrradunfällen kann ein Rückgang von 70 auf 58 und bei den dabei verletzten Personen von 61 auf 48 verzeichnet werden».