Chur Bus steht vor grossem Fahrplanwechsel
von Karin Hobi
Die Buslinie 6 führt zur Comercialstrasse. Dahin, wo das ganze Hintergrundgeschehen von Chur Bus zu Hause ist. Schwarze Stühle, weisse Möbel, dunkler Teppichboden. Die Angestellten fleissig bei der Arbeit. Austausch mit Worten, Blicken und freundlichem Lächeln und alle mit ihren Aufgaben beschäftigt.
Nicht nur auf der Strasse, sondern auch hier wird dafür gesorgt, dass «da Karra lauft». Auf drei Bildschirmen sind im ersten Büro alle Buslinien und Standorte der fahrenden Busse zu beobachten. Es ist kurz vor zwölf. Der eine oder andere Bus ist auf dem Monitor rot markiert, da er während dem Mittagsverkehr in Verzug ist. Trotzdem: Die Kundschaft soll so pünktlich wie möglich von A nach B gefahren werden. In kürzester Zeit. Mit bestmöglichen Anschlüssen. Nahegelegenen Haltestellen. Und mit wenig Wartezeiten.
Im Dezember ist es soweit
Alles Gründe, die Fahrpläne laufend zu überdenken und anzupassen. Und bald ist sie so weit: die jährliche Fahrplanänderung am zweiten Sonntag im Dezember. Roger Senti ist einer der am Prozess beteiligten Personen und sehr zufrieden mit der wertvollen Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Kanton. Er sass regelmässig mit ihnen und Vertretenden anderer Transportunternehmen am Tisch, um ein Grobkonzept zu erstellen und die Planungen auszuarbeiten. Nun sitzt er vis-à-vis seines Arbeitskollegen Florian Salis, dem Mann, der für die Kommunikation des neuen Fahrplanwechsels von Chur Bus zuständig ist. Am Tisch eines der Sitzungszimmer in Schwarz-Weiss. Gemeinsam sprechen sie über die ganze Planung. Roger Senti mit grauem Hemd auf seine ganz ruhige bedachte Art. Florian Salis in kariertem Hemd und immer in Bewegung.
«Die Bedürfnisse der Fahrgäste standen auch bei der diesjährigen Planung des Fahrplanwechsels immer im Vordergrund», erzählt Roger Senti. Auch Siedlungsentwicklungen seien laufend zu beobachten, um zu entscheiden, ob ein Gebiet mit neuen Quartieren, grösseren Arbeitgebern oder neuen grossen Treffpunkten erschlossen werden soll. Natürlich ist es das Ziel, die Leute zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu motivieren. Das funktioniere aber nur, wenn die Nähe zur Bushaltestelle gewährleistet sei und der Fahrgast nach der Ankunft nicht noch lange Wege bis zum Ziel gehen müsse.