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Leben & Freizeit

Caluori: «Gastro-Suisse-Chef ist falsch abgebogen!»

Südostschweiz
23.10.2021, 04:30 Uhr
heute um 12:16 Uhr

«Nur schon die Tatsache, dass Casimir Platzer als Aushängeschild der Schweizer Gastronomie sich nicht impfen lässt, lässt ihn nicht im besten Licht da stehen», ärgert sich Franz Sepp Caluori, Präsident von Gastro Graubünden. Kurz darauf beschwichtigt er: «In jedem Verband gibt es Situationen, in denen man nicht gleicher Meinung ist», so Caluori. Doch was ist überhaupt passiert?

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Bereits vor der Einführung der Zertifikatspflicht äusserte sich Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer in den Medien negativ über die Pläne des Bundesrats für die Restaurants. Damals kritisierte er die Landesregierung, dass sie es sich zu bequem mache mit der Einführung der Zertifikatsplicht für Gastrobetriebe. Die Zertifikatspflicht sei schlicht unverhältnismässig. Diverse Wirte und auch der Zürcher Kantonalverband kritisierten den obersten Schweizer Gastronom in der Folge für seine ablehnende Haltung gegenüber der Zertifikatspflicht. Caluori ist einer dieser Wirte. Er rief Platzer an und sagte ihm die Meinung. Die Folgen? Kommende Woche ist Caluori in Zürich bei Platzer zum klärenden Gespräch geladen. Aber: «Ich würde nicht sagen, dass es einem ‹Antraben› gleich kommt», so Caluori. 

Die Bündner Restaurants würden unter der Zertifikatspflicht weniger leiden als Betriebe in anderen Kantonen. «Innerschweizer Kantone haben teilweise eine sehr tiefe Impfrate, keine Betriebstests und dementsprechend einen grossen Anteil in der Bevölkerung ohne Zertifikat.» Graubünden sei einmal mehr Vorreiter, weshalb die Umsatzeinbussen hier niedriger seien als andernorts in der Schweiz, so Caluori.

Und:  «Grundsätzlich navigiert Platzer gut durch die Pandemie», versichert Caluori. Kürzlich sei der Gastrosuisse-Präsident aber «falsch abgebogen», was nun wieder versucht werde, gerade zu biegen. (thf/mas)

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