Bündnerpower bei der Tanzcrew La Fam
Das Herz schlägt wild und die Beine zittern. Dann ertönt der Beat. Jetzt oder nie. Es gibt nur diese eine Chance. Genau zweieinhalb Minuten bleiben, um die Jury mit seinen Tanzkünsten zu überzeugen. So, oder so ähnlich haben sich die Mitglieder der Tanzcrew La Fam Ende Februar gefühlt.
Die Gruppe, bei der zwei Bünderinnen dabei sind, hat bei der süddeutschen Meisterschaft teilgenommen. La Fam setzte sich gegen seine Konkurrenten durch und holte sich am Ende den Titel. Bis dahin war es jedoch ein langer Weg für die jungen Tänzerinnen und Tänzer.
Fokus muss sein
Aber beginnen wir von vorne. Insgesamt besteht die Tanzgruppe aus 17 Personen aus dem Vorarlberg und aus den Kantonen St.Gallen und Graubünden, wie das Bündner Mitglied Alessandra Hitz erklärt. Auf der Bühne seien meistens 13 Personen. «Bei uns sind vier Leute Breakdancer. Sie machen nicht bei jedem Anlass mit, sondern werden dann eingesetzt, wenn es passt.»
Trainiert werde jedoch zusammen. Die Gruppe trifft sich zweimal pro Woche, wie Hitz erzählt. Vor Auftritten und Wettkämpfen kann es auch zu mehr Trainings kommen. «In einer normalen Woche trainieren wir am Sonntag rund vier Stunden und am Donnerstag rund drei Stunden.»
Ziel sei, dass möglichst alle 17 Personen auftauchen. Dies sei jedoch schwierig meint Hitz und fügt hinzu, «wir leben an verschiedenen Orten. Das ist eine echte Herausforderung.» Umso intensiver werde also trainiert, wenn die Gruppe im Training komplett sei, meint Hitz.
Zu viele Köche verderben den Brei nicht
Ein weiter Punkt der Vorbereitung sind die Choreografien. Hitz meint: «Grundsätzlich sind es vier Leute, welche die Choreo machen. Mitreden darf aber jeder.» Alle würden ihr Salz und Pfeffer dazu geben. In diesem Fall würden zu viele Köche auch nicht den Brei verderben, sondern machten die Choreografie einzigartig. «Wir möchten unseren eigenen Charakter in der Choreo zeigen. Es ist ein Prozess, der uns zum Endresultat führt.»