Bündner Maturanden haben Abschlusszeugnis erhalten
Bis die Schülerinnen und Schüler der neun Bündner Mittelschulen wussten, auf welche Art von Abschlussprüfungen sie sich vorzubereiten hatten, fiel beinahe schon der Startschuss für die ersten Prüfungen. Am 30. April hat die Bündner Regierung beschlossen, gestützt auf Erlasse des Bundesrats und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, die Maturaprüfungen heuer nur schriftlich durchzuführen.
Diese Prüfungen wurden unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften rechtzeitig vor den Sommerferien abgeschlossen, wie der Kanton Graubünden am Dienstag mitteilte. Und das erfolgreich: Von den insgesamt 527 Schülerinnen und Schülern (369 Gymnasium, 64 Fachmittelschule, 65 Fachmaturität, 29 Handelsmittelschule) durften 523 in den letzten Tagen ihr Abschlusszeugnis entgegennehmen.
Die Berechnung der Abschlussnoten am Gymnasium und an der Fachmittelschule musste gemäss Mitteilung aufgrund der ausserordentlichen Situation angepasst werden. An den Handelsmittelschulen fanden wegen der bundesrätlichen Vorgaben keine Abschlussprüfungen statt. Wie die Abschlussnoten dort berechnet wurden, sei auf Bundesebene geregelt worden, schreibt der Kanton.
Reguläre Aufnahmeprüfungen
Die Aufnahmeprüfungen an einer der neun Bündner Mittelschulen konnten am 11. Februar und am 10. März noch regulär durchgeführt werden, wie es in der Mitteilung weiter heisst. 800 Schüler seien insgesamt zu den Prüfungen angetreten, 41 weniger als im vergangenen Jahr (759).
Aus der sechsten Primarklasse versuchten 398 Schülerinnen und Schüler den Sprung ins Langzeitgymnasium. 220 von ihnen (55,3 Prozent) absolvierten die Aufnahmeprüfungen erfolgreich. Bezogen auf die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler dieser Primarschulstufe (1681) beträgt der Anteil der erfolgreichen Prüfungsabsolventen gemäss Mitteilung gut 13 Prozent. Dies entspreche in etwa der Quote des Vorjahres.
Für die Aufnahmeprüfungen für die dritte Gymnasialklasse oder die erste der Handels- oder Fachmittelschule traten 402 Jugendliche an. 179 von ihnen (44,5 Prozent) gelang der Sprung ans Gymnasium, 135 (33,6 Prozent) werden ab kommendem Schuljahr die erste Klasse der Handels- oder Fachmittelschule besuchen. Die diesjährige Aufnahmequote für den Eintritt in die dritte Gymnasialklasse betrage im Verhältnis zum Referenz-Geburtsjahrgang rund elf Prozent (2019: 10,7 Prozent), heisst es weiter. (sz)