Hinter jeder Briefmarke steckt eine Geschichte
Von Lorena Tino
Die Geschichte einer langen Reise wird erzählt. Die Reise einer Postkarte, die vor 120 Jahren von der Schweiz nach Burma versandt wurde. Eisenbahn, Schiff, Maulesel und Boten waren dazu nötig. Etwa einen Monat dauerte die Zustellung dieser Postkarte. Erzählt wird die Geschichte von Urs Calonder im Ferienpass-Kurs des Philatelistenvereins Rätia Chur.
Von der Schweiz bis nach Burma
Was Philatelisten sind? Da sie viel mit Geschichte zu tun haben, klären wir die Herkunft des Begriffs und die Bedeutung. Philatelie kommt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus phil (freundlich, liebend) und atélia (Freiheit von Abgaben, Diensten). Das verrät aber noch nicht allzu viel. Die einfache Erklärung wäre dann also, dass Philatelisten Menschen sind, die sich für die Geschichte und das Sammeln von Briefmarken interessieren. So wurde im Ferienpass-Kurs die Gelgenheit genutzt, Jugendlichen die Faszination des Briefmarkensammelns zu vermitteln. Mit Lupe, Pinzette und Katalog ausgerüstet, konnten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses einen Überblick über die Grundlagen der Philatelie erlangen und lernen, worauf man bei Briefmarken achten muss. «Es ist nie einfach nur eine Marke. Jede Marke hat eine Geschichte zu erzählen, man muss ihr nur auf den Grund gehen», weiss Vereinspräsident Urs Calonder.
Wie die Teilnehmenden dieses Kurses habe er bereits als Kind angefangen, sich für Briefmarken zu interessieren und sie zu sammeln. Vereinskollege Beat Cantieni stiess in den Ferien bei den Grosseltern darauf. Beide sind schon seit vielen Jahren Mitglieder des Vereins und stets begeistert von der Philatelie. «Es ist Allgemein- und Weiterbildung. Immer gibt es wieder etwas Neues, worüber man sich austauschen kann. Es verbindet», äussert Beat Cantieni seine Begeisterung. Da sich alle Sammler und Sammlerinnen in den eigenen Sammlungen auf ein bestimmtes Gebiet oder eine gewisse Art Marken konzentrieren, ist der Austausch sehr vielfältig und lehrreich.