Blitzt es bald bei zu viel Lärm?
In Deutschland oder Kanada gibt es Radargeräte, die statt die Geschwindigkeit den von Autos ausgehenden Lärm messen, schreibt «20 Minuten». Dabei beruht sich das Portal auf einen Bericht in der «Tribune de Genève».
Emil Gartmann von der Stadtpolizei Chur weiss, dass solche Geräte in Süddeutschland eingesetzt werden. Dies allerdings bislang rein präventiv. «Die Geräte weisen Fahrzeuglenker mit Leuchtsymbolen am Strassenrand auf möglichen Lärm hin», so Gartmann auf Anfrage. Und dies ohne strafrechtlichen Konsequenzen.
Problem in Stadt und Dörfern
Strafrechtlich verfolgt werden in Chur Autofahrer «wegen Hochdrehens des Motors». Seit Jahren bringt die Stadtpolizei lärmverursachende Beschleunigungsfahren mittels Schwerpunktkontrollen zur Anzeige. Dabei urteilen zwei Polizisten an unterschiedlichen Standorten über eine allfällige Störung. Laut Gartmann wäre der Einsatz eines Lärmradars zu prüfen, wenn es denn in der Schweiz ein solches Gerät inklusive entsprechender Gesetze geben würde. Denn noch fehlten die Rahmenbedingungen für den Einsatz eines solchen Geräts, so Hartmann.
Auch bei der Bündner Kantonspolizei zeigt man sich offen, was Lärm-Radargeräte betrifft. Falls ein Gerät entwickelt werden könnte, welches Fahrzeug, Fahrzeugführer sowie den gemessenen Wert bildlich festhält, wäre dies sicherlich eine gute Sache, so Mediensprecher Roman Rüegg. «Dies vor allem in Ortschaften oder in der Nähe von Ortschaften.» Die Kantonspolizei werde die technische Entwicklung solcher Geräte verfolgen und später allenfalls eine Anschaffung prüfen. «Als prioritär wird sie allerdings nicht erachtet», so Rüegg weiter. Diesbezüglich seien Geschwindigkeits- oder Atemalkoholmessgeräte wichtiger.