Bistum Chur findet Format für das Thema unpassend
Philipp Isenegger ist Vikar der Pfarrei St. Katharina in Zürich-Affoltern. Der gebürtige Luzerner war als Diakon in Savognin tätig und wurde 2017 zum Priester geweiht. Vor wenigen Tagen tauchte ein Video im Internet auf, in welchem Isenegger, der sich selber «Don Philipp» nennt, erklärt, weshalb Selbstbefriedigung Selbstzerstörung bedeute.
In dem elfminütigen Video erklärt der Vikar, weshalb Sex ausserhalb der Ehe, wozu Selbstbefriedigung seiner Meinung nach gehöre, eine Sünde sei. Dabei referiert der Vikar auch über den Konsum der Pornografie, welcher in die gleiche Kategorie – Sünde – gehöre. Isenegger liefert dann auch prompt Lösungsvorschläge für das unzüchtige Verhalten der Gesellschaft: oft zur Beichte gehen. Oder aber – wie der Heilige Franziskus es gehandhabt haben soll: sich nackt in den Schnee zu setzen. Alternativ helfe auch eine eiskalte Dusche.
Bistum Chur stört sich am Format
Während sich die Zürcher Synodalratspräsidentin Fanziska Driessen-Reding gegenüber «kath.ch» entsetzt über das Video äussert, stört sich das Bistum Chur vor allem daran, dass das Thema in der Form eines Youtube-Videos aufgegriffen wurde. So heisst es in der Stellungnahme: «Das Bistum Chur begrüsst es, wenn die Kirche auch in den sozialen Medien präsent ist und versucht, etwa durch Internet-Videos, junge Menschen zu erreichen. Der Apostolische Administrator des Bistums, Bischof Peter Bürcher, wünscht sich allerdings, dass digitale Kanäle primär für die Verkündigung des Glaubens genutzt werden. Das Thema des in Frage stehenden Videos eignet sich demgegenüber mehr für ein seelsorgliches Gespräch.»