Bewegung bei der Residenz Alberti
2016 hatte der Bonaduzer Generalunternehmer BHV Partner AG als Entwickler in Aussicht gestellt, auf dem Areal neun mehrstöckige Wohnhäuser zu bauen. Dabei sollten hinter dem Albertipark vier lang gezogene zweistöckige Gebäude in den Hang gesetzt werden. Auf dem freien Platz zwischen den Häusern entlang der Oberen Albertistrasse und der Promenade sollten fünf weitere bis dreistöckige Gebäude entstehen, eine Tiefgarage und die Zufahrt zum neuen Quartier. Total 93 neue Wohnungen sollten so entstehen, 17 davon waren als Zweitwohnungen gedacht. Sie umfassten das gesamte Wohnspektrum von der kleinen Einzimmerwohnung bis zur sehr grosszügigen Siebenzimmerwohnungen in den Gebäuden hinter dem Albertipark. In einer Tiefgarage mit über hundert Parkplätzen sollten die zur Überbauung gehörenden Autos untergebracht werden. Mit dem Bau sollte bereits im Frühjahr 2017 begonnen werden und die Überbauung bis 2019 fertiggestellt sein.
Ein Jahr später hatte der erste Spatenstich noch nicht stattgefunden. Stattdessen wurde das Projekt redimensioniert. Bei zwei der Häuser konnte der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand zu dem über das Areal fliessenden Grüenibach nicht eingehalten werden. Somit beschlossen die Entwickler, auf diese beiden Bauten zu verzichten, und prognostizierten einen Baustart auf Frühjahr 2018. Doch auch dieser Termin verstrich, ohne dass etwas geschah. Unerledigte Einsprachen und daraus resultierende Gerichtsverfahren wurden als Grund angegeben.
Verkauf …
Diese sind inzwischen erledigt, denn Areal und Projekt wurden an die in der gesamten Deutschschweiz tätige Methabau verkauft. Dabei handelt es sich um einen Totalunternehmer mit rund 200 Mitarbeitenden. Methabau ist eine 100-prozentige Tochter der Manser Group AG, die wiederum dem Unternehmer Patrick Manser gehört. Manser kennt, gemäss eigener Aussage, Davos sehr gut. Immerhin ist er seit 22 Jahren Zweitheimischer in Klosters und besitzt inzwischen ein Haus da. «Mit meiner Familie sind wir oft auf der Skipiste auf Madrisa, und ich komme für sein städtisches Angebot sehr gerne nach Davos.» In Klosters investiert Methabau in das Gasthaus Sonne, das seit einem Jahr geschlossen ist und nun unter neuer Leitung im Dezember wieder eröffnen soll.
… und Neustart
In Davos wiederum schreitet das Projekt «Residenz Alberti »voran. Gerade wird die ehemalige Chaletfabrik abgerissen. Mit den Aushubarbeiten zur ersten Etappe des Bauvorhabens will man im September beginnen. Dabei sollen am Grundstücksrand zur Oberen Albertistrasse hin zwei dreigeschossige Blöcke entstehen. Ein weiteres Haus wird da zu stehen kommen, wo sich jetzt noch die Chaletfabrik befindet. Anstatt der ursprünglich geplanten zwei Häuser direkt anschliessend an den Gachnang-Parkplatz wird dort nur noch eines gebaut, das aber elf Wohnungen umfassen soll. Total sollen in den vier Häusern 43 Mietwohnungen entstehen, die von der 1,5- bis zur 5,5-Zimmer-Wohnung alles umfassen.
In einer zweiten, gleichzeitig erstellten Etappe sollen vier weitere Gebäude hinter dem Albertipark entstehen. Auch hier sind die Vorarbeiten bereits im Gang. 24 Wohnungen sollen an dieser exklusiven Lage entstehen. Die 2,5- bis zu 5,5-Zimmer-Wohnungen sollen zum Eigentum auf den Markt gebracht werden. Wie auch bei den Miethäusern handelt es sich dabei ausschliesslich um Erstwohnungen.
Mindestens drei Jahre Bauzeit
Rund 55 Millionen Franken wird Methabau hier investieren. «Als Bauzeit rechnen wir mit mindestens zwei bis drei Jahren», sagt Investor Patrick Manser. Das sei auch abhängig von den äusseren, sprich Wetterbedingungen. Vorläufig nicht angerührt wird indes das Haus Gachnang. «Da befinden wir uns noch bei der Projektentwicklung. Es soll eine gemischte Nutzung mit Wohnen und Gewerbe werden», sagt Manser dazu.