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Leben & Freizeit

Berghilfe unterstützt Glarner Betriebe mit fast 800 000 Franken

Südostschweiz
27.04.2021, 04:30 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Die Schweizer Berghilfe blickt in ihrem Jahresbericht 2020 auf das vergangene Jahr zurück. Die Stiftung unterstützte deutlich mehr Projekte als im Vorjahr. Wie es in einer Mitteilung heisst, wurden 671 Projekte mit insgesamt 33,6 Millionen Franken begünstigt.

Im Kanton Glarus wurden 16 Betriebe mit etwa 789 000 Franken unterstützt. Das ist zwar weniger als im Vorjahr, als 15 Projekte 1,45 Millionen Franken erhielten. Allerdings war die Unterstützung in diesem Jahr auch aussergewöhnlich hoch.

Die Schweizer Berghilfe ist eine ausschliesslich durch Spenden finanzierte Stiftung mit dem Ziel, die Existenzgrundlagen und Lebensbedingungen der Schweizer Bergbevölkerung zu verbessern. Die Unterstützung trägt dazu bei, der Abwanderung aus dem Berggebiet entgegenzuwirken.

Laut den Verantwortlichen ist die eigens lancierte Corona-Soforthilfe Grund für die vielen Projekte. Schweizweit wurden über 100 Kleinbetriebe in Berggebieten durch die Corona-Soforthilfe vor dem coronabedingten Konkurs bewahrt, wie es weiter heisst. Die dafür nötigen Gesuche mussten durch die Schweizer Berghilfe geprüft und bewilligt werden. Für die ehrenamtlichen Expertinnen und Experten hätten diese Arbeitsschritte einen Mehraufwand bedeutet, heisst es weiter. Insgesamt 150 Arbeitstage leisteten die Expertinnen und Stiftungsräte der Schweizer Berghilfe.

Verantwortliche sind zufrieden

Zurückgegangen ist wiederum die Unterstützungsleistung von 35,3 auf 33,6 Millionen Franken. Dass es doch immer noch so viel sei, sei ein gutes Zeichen für das Schweizer Berggebiet, wenn es nach Co-Geschäftsführerin Regula Straub geht. «Wenn wir Unterstützung leisten, heisst das, dass investiert wird. Und mitten in der Pandemie ist das für die wirtschaftliche Entwicklung noch wichtiger als sonst», wird sie in der Mitteilung zitiert.

Als erfreulich empfindet Straub auch die Solidarität der Schweizer Bevölkerung mit Bewohnerinnen und Bewohner der Berggebiete. Die Anzahl Spenderinnen und Spender sei in 2020 sogar gestiegen. 62 500 Personen spendeten im Jahr 2020, im Vorjahr waren es noch 60 000 Spendende. Zwar kamen rund fünf Prozent weniger Spenden zusammen, nämlich 33,9 Millionen Franken, trotz wirtschaftlicher Unsicherheit und steigenden Arbeitslosenzahlen bewegen sich die Einnahmen aus Spenden und Nachlässen im Bereich der Vorjahre. (paa/uw)

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