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Leben & Freizeit

Beim Duschen das Klima schonen

Südostschweiz
14.02.2021, 04:30 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Fünf Minuten unter der Dusche sind eine kurze Zeit. Doch mit einer Sparbrause verbraucht man oder frau täglich rund 30 Liter weniger Wasser als mit einer herkömmlichen Duschbrause, wie die Energieallianz Linth mitteilt. Auf ein Jahr gerechnet seien das pro Person ungefähr 10'000 Liter Wasser. Um möglichst viele Glarnerinnen und Glarner für diesen Spareffekt zu motivieren, bieten der Bund, der Kanton Glarus und der Verein Energieallianz Linth eine Sparbrause auf Bestellung für nur zehn Franken.

Zwar sei die Schweiz glücklicherweise mit genug Wasserressourcen gesegnet, schreibt die Energieallianz. «Doch geht es nicht allein ums Wasser: Im Duschwasser, genauer gesagt in dessen Erwärmung, steckt viel Energie und damit je nach Energiequelle auch viel CO2.» Dieses CO2 trägt zur Klimaerwärmung bei.

Jährlich 100 Franken sparen

Im Vergleich zum gesamten Energieverbrauch eines Hauses nimmt der Anteil für das Warmwasser stark zu, je besser das Gebäude isoliert ist. Liegt der Anteil bei einem vor 1975 gebauten Haus noch bei 10 Prozent, so frisst die Warmwasseraufbereitung in einem Minergiehaus schon 58 Prozent des (sechsmal geringeren) Heizenergieverbrauches.

Mit den 10 000 Litern, welche die Sparbrause jährlich einspart, werden etwa 450 Kilowattstunden Wärmeenergie eingespart. Das entspricht laut Energieallianz Linth bei Heizöl als Energiequelle 120 Kilogramm CO2 oder etwa einer Autofahrt von Glarus nach Holland. Gespart werden könne an die 60 Franken pro Person und Jahr, bei Erdgas 100 Franken und bei zehn Minuten Duschzeit täglich doppelt so viel. Eine herkömmliche mit einer Sparbrause zu ersetzen, sei eine Massnahme, mit der ohne Verzicht oder Verhaltensänderungen das Klima geschont werden könne. Infos bietet www.energieallanz-linth.ch. (eing/fra)

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