Beijing 2022 – SLF-Forschung für Schweizer Erfolge
Das Serviceteam erhält jeweils eine Karte der Rennstrecke mit den prognostizierten Schneeoberflächen-Temperaturen während des Wettkampfes.
Noch bis zum 20. Februar finden die Olympischen Spiele in China statt. Für Athletinnen und Athleten sind diese der Höhepunkt ihrer Sportlerkarriere. Ob Dario Cologna, Nadine Fähndrich, Benjamin Weger oder Selina Gasparin die Nase vorn haben werden, hängt von vielen Faktoren ab. Einer davon sind optimal präparierte Wettkampfskis. Vor allem bei den nordischen Disziplinen, dem Langlauf und dem Biathlon, kommt dem richtigen Skiwachs eine grosse Bedeutung zu. Denn bei den Langlaufskis ist es entscheidend, dass sie gut auf dem Schnee gleiten und deshalb erfordern unterschiedliche Schneetemperaturen verschiedene Skiwachse und Skischliffe. Bei den alpinen Skiwettkämpfen sind diese Faktoren weniger dominant. Wegen den höheren Geschwindigkeiten sind windschlüpfrige Rennanzüge und Körperpositionen mindestens genauso wichtig. Zudem sind die Nordischen im Vergleich zu den Alpinen deutlich länger auf der Rennstrecke unterwegs, und so summieren sich auch kleinste Unterschiede über das ganze Rennen. Es ist also essentiell, dass richtig gewachst wird. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Serviceleute die zum Wettkampfzeitpunkt herrschenden Schnee- und Wetter-bedingungen genau kennen. Im Auftrag von Swiss Olympic berechnet Fabian Wolfsperger, Mitarbeiter der Forschungsgruppe «Wintersport und Klima» am SLF, wie der Schnee auf der Rennstrecke am Tag des Wettkampfs beschaffen sein wird. Ein wichtiges Puzzleteil für die Schweizer Serviceleute, das ihnen hilft, die Skis optimal zu wachsen.