Baugesuche sollen künftig digital eingereicht werden können
Wer ein Gebäude bauen, sanieren oder umbauen möchte, reicht bei der Gemeinde ein Baugesuch ein. Je nach Art und Lage des geplanten Objekts starten damit unterschiedliche Baubewilligungsverfahren. Bei einigen dieser Verfahren sind nebst der Gemeinde auch verschiedene kantonale Amtsstellen in die Prüfung des Gesuchs involviert. Sowohl für die Bauherrschaften als auch für die prüfenden Ämter sind damit papiergestützte Prozesse verbunden. Gemäss einer Mitteilung des Kantons sind diese Prozesse heute teils sehr aufwendig, langwierig und fehleranfällig.
Jährlich werden zwischen 12’000 und 19’000 Baugesuche bei den Bündner Gemeinden eingereicht. Davon betreffen rund 1600 Gesuche Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone, beispielsweise für Ställe, die Sanierung von Ferienhäusern, Beschneiungsanlagen oder Wasserversorgungen.
Für die kommunalen und kantonalen Ämter wird die Beurteilung der Gesuche einfacher, weil diese zukünftig mit allen erforderlichen Unterlagen digital zur Verfügung stehen und von verschiedenen Fachstellen gleichzeitig bearbeitet werden können.»
Kanton Graubünden,
Einfacher und schneller
Um die Verfahren für alle Beteiligten zu vereinfachen und zu beschleunigen, wird gemäss der Kantonsmtteilung unter der Federführung des kantonalen Amts für Raumentwicklung aktuell ein elektronisches Baubewilligungsverfahren entwickelt. «Zukünftig wird es möglich sein, dass man neben den Papierunterlagen auch Baugesuche komplett digital einreichen kann. So entfällt, dass man die vielen Unterlagen und Exemplare per Papier einreichen muss», sagt Omar Selmi, Kreisplaner beim Amt für Raumentwicklung, gegenüber Radio Südostschweiz.