Auf den Spuren des Gartenschläfers
Gartenschläfer sind bleistiftlange, fellige Nagetiere mit grossen, maskierten Augen. Wohnen sie jedoch nicht im eigenen Maiensäss auf dem Dachboden, bekommt man die nachtaktiven Tierchen selten zu Gesicht. Meist verstecken Sie sich nämlich in Wäldern mit dicken, knorrigen Bäumen, Büschen, Felsspalten und Wurzelstöcken. Hinzu kommt, dass sie ein halbes Jahr schlafen.
Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass der Gartenschläfer in beinahe allen Bündner Tälern vom Talboden bis hinauf zur Waldgrenze vorkommt. Gemäss Pro Natura Graubünden fehlen zur Bestätigung dieser Theorie jedoch vielerorts die Nachweise.
Schulklassen und Freiwillige sind gefordert
Um das zu ändern, hat Pro Natura Graubünden das Projekt «Gartenschläfer – Wo bist du?» ins Leben gerufen. Laut einer Mitteilung können Schulklassen und Freiwillige dabei nach Spuren von kleinen Säugetieren suchen. Möglich sei das mit Hilfe von tintenbenetzten Spurentunneln. Diese funktionieren ähnlich wie en Stempel: Tritt das Tier auf die Tinte und anschliessend auf das Papier, hinterlässt es einen Fussabdruck. Anhand der Fussabdrücke lässt sich das Tier dann bestimmen. Hinweise und Sichtungen zum Gartenschläfer können auf der Webseite von Pro Natura gemeldet werden.