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Leben & Freizeit

Asiatische Mückenarten erreichen den Kanton Glarus

Südostschweiz
06.11.2019, 16:49 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Seit den frühen 2000er Jahren sind die asiatische Tiger- und die asiatische Buschmücke in Europa auf dem Vormarsch. In einem gemeinsamen Monitoring mit den Kanton Uri und Schwyz wurde diesen Sommer insbesondere die Buschmücke an mehreren Standorten im Kanton Glarus nachgewiesen, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt. 18 Fallen an sieben Standorten wurden im Kanton aufgestellt. Nachgewiesen wurde die asiatische Buschmücke etwa am Obersee in Näfels, in der Richisau und im Vorauen im Klöntal, im Tierfehd in Linthal und in Elm. Einzig die Fallen in Wichlen in Elm auf 1300 Metern über Meer blieben laut Mitteilung leer. Noch im Sommer 2018 wurde die Buschmücke erst im Talgrund zwischen Bilten und Luchsingen gefunden. Nun fand man sie also auch in höheren Lagen.

Erstmals in der Schweiz nachgewiesen wurden Larven der asiatischen Buschmücke im Jahr 2007 im Kanton Aargau. Die Buschmücke verbreite sich seit diesem ersten Nachweis rasant aus, dies ist auf deren aktive Verbreitung und deren Anpassungsfähigkeit an kältere Temperaturen zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die sehr hohe Anpassungsfähigkeit der Asiatischen Buschmücke ermögliche es ihr, früher in der Saison und bis spät im Herbst aktiv zu sein. Die Asiatische Buschmücke komme darum mancherorts bereits häufiger vor als die heimische Gemeine Hausmücke, heisst es weiter.

Die Buschmücke besiedelt vor allem bewaldete Lebensräume und dringt lediglich in Siedlungsräume vor, um dort Brutstätten aufzusuchen. Die Tigermücke besiedelt hingegen vorzugsweise den Siedlungsraum, wo sonst Stechmücken kaum erwartet werden. Diese invasiven Mückenarten sind besonders lästig, weil sie tagsüber stechen und ihre Stiche schmerzhafter sind als die der einheimischen Stechmücken. Zudem stechen sie im Gegensatz zu den einheimischen Mückenarten mehrmals pro Blutmahl, was die Belästigung deutlich erhöht. Dazu kommt, dass die Asiatische Tigermücke potentieller Überträger mehrerer tropischen Fieberkrankheiten ist, eine lokale Krankheitsübertragung wurde in der Schweiz aber bisher noch nicht beobachtet. (ofi)

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