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Leben & Freizeit

Alltagshürden aus dem Weg schaffen

Südostschweiz
03.07.2021, 04:30 Uhr

Unter dem Motto «Wir lassen uns nicht behindern» hat die Behindertenorganisation Pro Infirmis Graubünden die Kampagne «Alltagshürden aus dem Weg schaffen» lanciert. Bis Ende Juni hatten Menschen mit einer Behinderung, Angehörige und Bezugspersonen die Möglichkeit, sich zu melden und auf ihre Alltagshürden aufmerksam zu machen.

Nun werden Lösungsvorschläge für diese Alltagshürden gesucht, wie es in einer Mitteilung von Pro Infirmis Graubünden heisst. Die besten Lösungsvorschläge werden bei der sogenannten Kristallverleihung mit dem Pro Infirmis Kristall ausgezeichnet.

Im Alltag eingeschränkt

Viele Personen kennen und erleben laut Pro Infirmis in ihrem Alltag Hindernisse, die sie einschränkten und  beeinträchtigten. Mit dem diesjährigen Kristall sollen Betroffene und Bezugspersonen die Möglichkeit erhalten, auf ihre Alltagshürden aufmerksam zu machen. Etwa 50 Beiträge hatten Betroffene, Angehörige und Bezugspersonen auf www.alltagshuerden.ch ins Internet gestellt und sie damit öffentlich gemacht. Die Vielfalt der Beiträge zeige, dass es in allen Lebensbereichen Hürden gebe, die eine autonome Lebensweise erschwerten oder verunmöglichten. 

Mit dem Wettbewerb sei die Bevölkerung nun aufgerufen, Lösungsvorschläge für diese Alltagshürden einzureichen. Bis Dienstag, 14. September, können Vorschläge und Ideen auf der Internetseite eingereicht werden. Die Vorschläge würden dann von einer Jury und durch diejenigen Personen bewertet, die einen Beitrag eingereicht hätten. Einsitz in der Jury haben Betroffene, Fachpersonen und Personen aus Politik und Wirtschaft. Die Rangierung der Lösungsvorschläge und die öffentliche Preisverleihung finden am 22. November im Titthof in Chur statt. Nebst dem diesjährigen Pro Infirmis Kristall winken auch Geldpreise, wie es weiter heisst. 

Sonstige Arbeit

Nebst solchen Projekten organisiert die Organisation unter dem Jahr auch diverse Aktivitäten, Beratungsdienste, bietet begleitetes Wohnen an und stellt finanzielle Unterstützung zur Verfügung. Im vergangenen Jahr sei die Arbeit der Organisation aufgrund der Coronakrise vor Herausforderungen gestellt worden, schreibt Pro Infirmis. Die Nachfrage nach den Dienstleistungen war sehr gross und die Mitarbeitenden waren gefordert, gemeinsam mit den Rat und Unterstützung suchenden Menschen Lösungen zu erarbeiten und sie mit den verfügbaren Möglichkeiten zu unterstützen, wie es weiter heisst. 

Besonders die Dienstleistung «Begleitetes Wohnen» sei wichtig, so Pro Infirmis. Im letzten Jahr wurden 32 Personen im Kanton Graubünden begleitet. Diese Dienstleistung soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. (paa)