«4Reasons» ist wieder geöffnet
«Es ist ein wunderschönes Beispiel, wie aus etwas negativem – Food Waste – etwas Positives – eine gemeinschaftliche Aktion, die allen zugute kommt – entstehen kann», sagte Landammann Philipp Wilhelm anlässlich der offiziellen Eröffnung vom Montag. «‹4Reasons› zeigt, wie man aus Problemen Kraft schöpfen kann. Würden alle so denken, ginge es vorwärts mit der Welt.» Die Aktion wird auch vom WEF unterstützt und wärmstens empfohlen. Warum, erklärte deren Chief Law Officer, Nicola Port: «Food Waste ist ein riesiges globales Problem. Jedes Jahr geht so etwa ein Drittel der Nahrungsmittelproduktion verloren, während einer von neun Erdenbürgern an Unterernährung leidet.» Klare Ziele formulierte Hotelier Cyrill Ackermann, der zusammen mit Stefan Pfister, Michael Straub und Rahel Bättig das OK hinter der Aktion bildet. «Es zeichnet sich ab, dass wir dieses Jahr genügend Essen anbieten können», sagte er in Erinnerung an die 2020 oft leergeschöpften Gefässe. «Unser Ziel ist es, 1500 Mahlzeiten vor dem Abfallkübel retten zu können.» Vonseiten der Hoteliers erfahre er sehr grosse Unterstützung. Es sei überhaupt kein Problem, sie an Bord zu holen. Inzwischen könnten sie bei zwanzig von ihnen den Überschuss abholen. Doch dabei muss es nicht bleiben, denn offenbar hat sich die Aktion herumgesprochen. «Ich erhalte Anrufe von Caterern, die fragen, ob auch sie ihre Restposten liefern dürften», berichtet Stefan Pfister. Dazu würden sie natürlich gerne ja sagen, denn bei jedem Stück Essbarem müsse man sich auch fragen, wie viel Energie darin stecke. «Die zu verschwenden, können wir uns nicht mehr leisten.»