275’000 Franken für Bündner Berggemeinden
Die Vorstandsmitglieder und Experten der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden haben zusammen mit der Geschäftsstelle 40 Projekte abgeklärt und dem Gesamtvorstand vorgelegt. Im Rahmen dieser Prüfung wird jedes Projekt nach verschiedenen Kriterien begutachtet: die finanzielle Situation der Gemeinde respektive der öffentlich-rechtlichen Körperschaft, die Notwendigkeit, die Nachhaltigkeit, die vorhandenen eigenen Mittel und die Unterstützung durch Bund und Kanton sowie von weiteren Organisationen. Aufgrund dieser Abklärungen erfolgt ein Bericht, der Grundlage für die Entscheidungsfindung im Vorstand ist.
Viel Geld für Wasserversorgung
Die Versorgung der Bevölkerung mit Trink- und Löschwasser wie auch die Abwasserentsorgung ist in vielen Berggemeinden topografie- und siedlungsbedingt besonders aufwendig. Die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden kann an die erste Etappe der Erneuerung der Wasserversorgung der Wassergenossenschaft Montagne du Droit in den Gemeinden St.Imier, Sonvilier, Renan und La Ferrière BE 100'000 Franken beitragen. Die Gemeinde Safiental GR wurde mit 75'000 Franken an die Sanierung der ARA Dutjen und die Gemeinde Fürstenau GR mit 200'000 Franken für die Wasserversorgung unterstützt, wie die Verantwortlichen mitteilen. Die Wasserversorgung Schwarzenmatt in Boltigen BE werde mit 150'000 Franken mitfinanzieren. An die Kanalisationsleitung der Abwasserversorgung von Boltigen bis Oberwil BE trägt sie 200'000 Franken bei.
Mehr als 1,5 Millionen Franken für Schulen
Die Ausbildung der jungen Generation ist ein wichtiger Teil der Unterstützungsarbeit der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden. An der Augustsitzung standen 6 Schulprojekte zur Diskussion. Der Vorstand beschloss zum Beispiel einen Beitrag von 500'000 Franken für den Neubau von Schulhaus, Dorfzentrum und Kinderspielplatz in Haut-Intyamon FR sowie 300'000 Franken für die Renovation des Sekundarschulhauses in Vicques, Val Terbi JU. 371'000 Franken gehen an die Gemeinde Corbières FR für den Neubau des Primarschulhauses und 301'500 Franken an Mosnang SG für den Neubau des Schulhauses Libingen.
Weiter seien Gelder für Strassen und Seilbahnen und weitere sichere Verbindungen in die Bergdörfer von rund 900’000 Franken gesprochen worden, heisst es. Graubünden gehört bei diesen Projekten nicht zu den profitierenden Kantonen.