Politische Filme gewinnen beim Filmfest München
Am Samstag, dem vorletzten Tag des Festivals, wurden noch etliche andere Preise verliehen. Bester internationaler Film wurde die slowakisch-ungarische Produktion «Eine Erklärung für alles», in der ein junger Mann vor lauter Liebe bei seiner Abschlussprüfung durchfällt - womöglich wegen seiner politischen Gesinnung. Der CineMasters Award ist mit 50.000 Euro dotiert.
Den Publikumspreis unter den deutschen Beiträgen erhielt die deutsch-slowakische Produktion «Führer und Verführer» von Joachim A. Lang mit Robert Stadlober, Fritz Karl, Franziska Weisz, die bereits am Donnerstag (11. Juli) ins Kino kommt. Im Mittelpunkt steht das Machtgefüge von Joseph Goebbels, einst Propagandaminister der Nationalsozialisten, der 1945 Selbstmord beging. International in der Gunst der Zuschauerinnen und Zuschauer siegte «Samia» von Yasemin Samdereli. Der Film handelt von einer somalischen Sprinterin, die von den Olympischen Spielen träumt.
Zum besten internationalen Nachwuchsfilm kürte die Jury «Simón de la Montana» von Federico Luis. In der Kinderfilmreihe CineKindl gewann der norwegische Wettbewerbsbeitrag «Lars ist Lol». Weitere Auszeichnungen gingen an «Viet and Nam» (CineRebels), «Sad Jokes» (Firepresci-Preis) und «Petra Kelly - Act now!» (One-Future-Preis).