Grabkammer aus Zeiten von Pharao Ramses II. an Israels Küste entdeckt
Der israelische Archäologe Eli Jannai sprach von einer «Entdeckung, die man nur einmal im Leben macht». Er sei sich «wie am Set eines Indiana-Jones-Films» vorgekommen. Die Grabkammer sei mehr als drei Jahrtausende lang unberührt gewesen. Daher könne man mit modernen wissenschaftlichen Methoden wichtige Informationen über die dortigen Funde erlangen. «Die Grabkammer kann ein komplettes Bild der Bestattungsbräuche im späten Bronzezeitalter liefern.» In der Zeit sei Kanaan Teil des ägyptischen Reichs gewesen.
Jannai sagte der israelischen Zeitung «Haaretz», die Kammer habe offenbar als Familiengruft gedient. Die dort beigesetzten Leichen seien nicht gut erhalten, DNA-Analysen seien daher nicht möglich. Man könne allerdings davon ausgehen, dass es sich um örtliche Küstenbewohner handelte.
Kurz nach der Entdeckung der intakten Grabkammer sind nach Angaben der Altertumsbehörde mehrere Artefakte gestohlen worden. Inzwischen sei sie wieder versiegelt worden und es liefen Ermittlungen zu dem Raub.