Ein Glarner Kulturermöglicher wird ausgezeichnet
Seit 30 Jahren setzt sich der Architekt und Kulturvermittler Kaspar Marti aus Engi ein. Unermüdlich fördert er in vielfältiger Weise das Glarner Kulturschaffen. Vor 120 Gästen wurde ihm am Donnerstagabend im Kulturlokal «Güterschuppen» der Glarner Kulturpreis überreicht, wie der Kanton Glarus in einer Mitteilung schreibt.
Der Preis ist mit 20'000 Franken dotiert. Regierungsrat Benjamin Mühlemann, der den Preis später übergab, und Schriftsteller Tim Krohn würdigten den Ausgezeichneten als grossen, uneigennützigen Schaffer für das kulturelle Leben.
«Ehrenamtliche Arbeit ist wichtig»
Kaspar Marti betonte in seiner Dankesrede, dass bei seiner Arbeit stets die Kultur im Zentrum stehe und nicht die Vermittlung. Er sieht sich als Kulturermöglicher und er hatte mit dem Güterschuppen ein geeignetes Beispiel parat. Dieses Kulturlokal in Glarus steht heute als Anlage für verschiedenste Anlässe zur Verfügung. Sie wurde dem Kunstverein von einem Mäzen geschenkt. Und so brauche es eben beides, sagte Marti weiter; kulturelles Leben sei ohne freiwillige, ehrenamtliche Arbeit kaum möglich, aber auch nicht ohne das Mäzenatentum. Marti appellierte an die Gesellschaft, Politik und Verwaltung, ehrenamtliche Arbeit nicht zu erschweren, sondern zuzulassen und zu ermöglichen. Professionelle Kulturarbeit brauche Unterstützung von Öffentlichkeit und Politik.