Regisseurin Emily Atef: Wollte sofort Daniela Kriens Roman verfilmen
Im Jahr 2014 habe sie dann die Mailadresse der Autorin gefunden, erzählte Atef. «Und ich habe ihr geschrieben: »Sehr geehrte Frau Krien...«» Autorin Daniela Krien (47) ergänzte, sie hätten dann angefangen, das Projekt zu planen, es habe aber noch Jahre gedauert, weil die Rechte noch woanders gelegen hätten.
Der Roman «Irgendwann werden wir uns alles erzählen» handelt von einer jungen Frau, die in Ostdeutschland auf dem Land lebt. Dort entwickelt sich eine Beziehung zu einem älteren Mann. Die Geschichte spielt im Sommer 1990, also einige Monate nach dem Fall der Mauer. Die Verfilmung geht bei der Berlinale ins Rennen um die Auszeichnungen, sie ist einer von insgesamt 19 Wettbewerbsbeiträgen.
Das Filmteam arbeitete bei der Verfilmung mit einer Intimitätskoordinatorin zusammen, die bei der Vorbereitung der Sexszenen half. Sie hätten Schritt für Schritt jede einzelne Bewegung geprobt, sagte Schauspielerin Marlene Burow. «Es war wie ein Tanz. Und man hat gar nicht mehr dieses Unbehagen gehabt.» Ihr Kollege Felix Kramer ergänzte, die Idee davon sei, dass diese Nacktheit durchs viele Proben eine Art Kostüm werde. Es sei wie ein Stunt.