«Mit Bill ist es Magie»
Geschichten. Unzählige Geschichten. Wer Melanie Danuser und Bill Bühler eine Frage stellt, sei es auch nur eine ganz gewöhnliche, der erhält mit Sicherheit eine Wahnsinnsgeschichte, eine Geschichte hinter der Geschichte, ein Drama-Abenteuer zu hören. Nichts ist gewöhnlich an dieser Band. Nicht der Name Mischgewebe. Nicht die Kombination aus einer Bündnerin und einem St. Galler. Und ganz bestimmt nicht die Geschichte, weshalb die beiden angefangen haben, zusammen Musik zu machen.
Wo die meisten einfach erklären, dass es sich so ergeben hat, folgt bei Mischgewebe «The Origin Story», wie Danuser es nennt. Die junge Frau ist eine aufgeweckte Persönlichkeit, die viel lacht und schnell redet. Und wie aus dem Gespräch hervorgeht, ist sie auch jemand, der sich schnell zu etwas überreden lässt – ohne so wirklich zu wissen, was das für sie bedeuten könnte. Sie ist eine Optimistin. Durch und durch.
Harmonie und Magie
Ihr Tanzlehrer hat sie eines Tages vor gut zwei Jahren gefragt, ob sie nicht die Musik zu einer Tanzaufführung machen würde. Sie sagte zu. Im Glauben, sie wäre nicht die einzige Musikerin, die das zu stemmen bräuchte. Nachgefragt hat sie nicht. Zwei Wochen vor der Aufführung, einen Tag bevor es mit den Proben losgehen sollte, realisiert Danuser: Es gibt keine anderen Musiker. Hinzu kam, dass ihr Tanzlehrer Lust auf elektronische Beats hatte. Und davon verstand sie nichts. «Völlig verzweifelt stieg ich um 23 Uhr ins Tram. Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, was ich machen sollte. Und da sass Bill. Ich kannte ihn vom Studium und erzählte ihm von meinem Dilemma», sagt Danuser. Bühler habe daraufhin vorgeschlagen, einen Tee zu trinken. Er zeigte ihr, dass er hingegen sehr wohl etwas von elektronischer Musik verstand – und sagte zu, Danuser am nächsten Tag zu helfen. «Als wir bei den Proben zum ersten Mal gemeinsam Musik gemacht haben, hat es unglaublich gut harmoniert. Mit Bill ist es Magie», sagt Danuser.