«Ich wäre gerne ein italienischer Sänger»
Pascal Gamboni trägt immer ein Stück Papier bei sich. Seinen Wortfänger nennt er es. Immer dann, wenn ihm ein Gedanke kommt, er etwas sieht oder hört, schreibt er es auf. Um es nicht zu vergessen. Und irgendwann kommt der Moment, da kann er die ganzen gesammelten Wörter, Sätze und Sprüche verwenden. Vielleicht nur ein einzelnes Wort, das ihm bisher in einem Text gefehlt hat. Vielleicht ergibt sich ein ganzer Song daraus. Und vielleicht taucht so auch der Titel für ein neues Album auf.
So geschehen bei «Everybody wants the honey». Aus dem nichts ist ihm dieser Satz eingefallen. Wann und wo das war, kann Gamboni nicht mehr sagen. Er weiss nur, dass ihn dieser Satz nicht mehr losgelassen hat. Und, dass dies der Titel des Albums wird. Er übersetzte ihn ins Romanische. «Das hat aber nicht gut getönt. Und der Klang ist eben auch sehr wichtig», sagt Gamboni. Also entschied er sich für den Titel auf Englisch. Die Bedeutung gefiel ihm nämlich. «Es ist doch so. Jeder will ja nur das Beste. Und wenn man sein Gegenüber nicht versteht oder sich mit Vorurteilen konfrontiert sieht, sollte man daran denken, dass auch dieser Mensch doch im Grunde nur das Beste will», sagt Gamboni.
Die Liebe fürs Italienisch
Wie dieser Titel entstehen auch die Texte zu Gambonis Songs. Er sammelt Wörter. Sucht sie. Manchmal auch im Internet. Setzt sie zusammen. Bis er irgendwann beschliesst, dass dieser Text zu einer Melodie passen könnte, die er bereits im Kopf hat. So entsteht dann ein Song. Fast immer auf Romanisch. Manchmal auf Englisch. Und selten auf Italienisch. Dabei liebt er die italienische Sprache.