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Graubünden

Der Churer Museumsplatz bekommt einen neuen Namen

Corinne Raguth Tscharner
31.03.2024, 04:30 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Die Reformierte Kirche der Stadt Chur hat den Antrag gestellt, den Museumsplatz in Ragazplatz umzubenennen. Der Stadtrat stimmte der Umbenennung zu, wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt.

Der Platz befindet sich an der Kirchgasse zwischen der St. Martinskirche und dem Rätischen Museum. Er ist im Ortsplan als Museumsplatz ausgewiesen, jedoch vor Ort nicht deutlich gekennzeichnet. «Dieser Platz bietet eine ideale Gelegenheit, das Ehepaar Clara und Leonhard Ragaz zu ehren», schreibt die Stadt. Es seien zwei bedeutende Persönlichkeiten der Churer Geschichte und am 30. März habe sich der 150. Geburtstag von Clara Ragaz gejährt. 

Vorkämpferin für Frauenrechte und Friedensaktivistin

Clara Ragaz war laut Mitteilung nach ihrer Ausbildung am Lehrerseminar eine Vorkämpferin für Pazifismus und Frauenrechte, vor allem in den Jahren vor dem 1. Weltkrieg. Über 20 Jahre lang war sie die Vizepräsidentin der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit. 

Eine starke Churerin wird jetzt endlich sichtbar

Der Mann von Clara Ragaz, Leonhard Ragaz, war ein liberaler Geistlicher und wirkte als Pfarrer an der Churer Martinskirche. Er habe sich vehement für eine Gesellschaft eingesetzt, die auf humanistischen Werten basiere und dem Schrecken der Gewalt des Ersten Weltkriegs entgegentrete, heisst es.

Frauen bevorzugt

Die Kosten für die Umbenennung des Platzes seien minimal, denn es seien keine bestehenden Adressen betroffen. Es wird eine Informationstafel mit einem erklärenden Text installiert. Dabei soll der Schwerpunkt auf Informationen zu Clara Ragaz liegen, da der Stadtrat weibliche Persönlichkeiten bevorzugt, wenn Strassen und Plätze neu benannt werden.

150 Jahre Clara Ragaz

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