Saatgut tauschen im Kulturpunkt Chur: Regionale Sorten sind besonders willkommen
Dank Saatgut die Biodiversität fördern, damit wirbt der Kulturpunkt Chur. Das Prinzip hinter der jährlichen Tauschbörse in Chur ist einfach: Wer Saatgut bringt, darf Saatgut ausleihen. Regional angepasste oder rare Sorten gelten als besonders wertvoll. Und die jährlich stattfindende Tauschbörse wurde für Interessierte mit einer weiteren Möglichkeit ergänzt: Neu gibt es laut Veranstaltern eine ganzjährige Saatgutbibliothek, die für alle zugänglich ist.
Hobby-Gärtnerinnen und Hobby-Gärtner holen im Frühjahr Samen in der Bibliothek, säen sie in ihrem Garten oder Beet, ernten das Saatgut und bringen dann einen Teil davon im Herbst in die Saatgutbibliothek zurück – so schliesst sich der Kreislauf.
Zurück zum idealen Standort
Nachdem die Saatgutbibliothek in den letzten beiden Jahren in der Stadtbibliothek durchgeführt wurde, ist sie dieses Jahr während der Wintermonate zum Kulturpunkt zurückgekehrt. Den Standort an der Churer Planaterrastrasse empfindet die Gastgeberin des Kulturpunkts, Lenka Petrzelova, als ideal. Er diene als Treffpunkt für Umwelt-Akteurinnen und -Akteure sowie als Versammlungsort verschiedener Umweltorganisationen. «Als ambitionierte Gärtnerin freue ich mich sehr auf das neue Angebot», sagt Petrzelova.
Im Kulturpunkt Chur befindet sich das Winterquartier der Saatgutbibliothek. Zu den Restaurantöffnungszeiten des Kulturpunkts können Hobby-Gärtnerinnen und Hobby-Gärtner Samen vorbeibringen und andere ausleihen.
Wann findet die Tauschbörse statt?
Am 14. Februar findet die Eröffnungsfeier der Saatgutbibliothek im Kulturpunkt Chur mit einem darauffolgenden Pro-specie-rara-Samenbaukurs für Einsteigerinnen und Einsteiger statt. Geleitet wird der Kurs von Karin Roth. Einen Tag später, am 15. Februar, darf anschliessend an der siebten Tauschbörse in Chur fleissig mit Saatgut getauscht werden.