«Wir müssen Veränderungen als Chance nutzen»
Herr Daniel Fust, Sie übernehmen am 1. Oktober das Steuer der Graubündner Kantonalbank (GKB), kurz vor dem 150-Jahr-Jubiläum. Das ist sicherlich eine besondere Sache für Sie?
Daniel Fust: Das ist es in der Tat. Ich bin seit über 30 Jahren bei der GKB. In diesen Jahren hat man ein Bild von der Bank und vom CEO entwickelt. Nun selber die Geschickte der GKB zu übernehmen, ist sehr speziell für mich. Es ist schön, dass Alois Vinzens im Blick auf das Jubiläum sagte, dieses Feld dem neuen CEO überlassen zu wollen, damit sein Nachfolger die Feierlichkeiten zum 150-Jahr-Jubiläum nutzen kann, um die Bank unter neuer Führung zu positionieren.
Sie haben Ihren Vorgänger Alois Vinzes erwähnt. Als sein Nachfolger treten Sie in grosse Fussstapfen.
Das höre ich oft. Ich sehe das aber nicht ganz so. Jeder hat seine Zeit. Jeder prägt seinen Führungsstil mit seiner Persönlichkeit. So gesehen sind ich und Alois sehr unterschiedlich aufgestellt. Ausserdem sind es unterschiedliche Zeiten, zu denen wir diese Bank führen dürfen. Deshalb mache ich mir keine grossen Sorgen über die Fussstapfen, die er hinterlässt.
In der Medienmitteilung vom Donnerstag sagen Sie, langjähriger Erfolg dürfe nicht dazu führen, Veränderungsbedarf zu unterschätzen. Was möchten Sie verändern?
Ich möchte nichts der Veränderung wegen verändern. Vielmehr sind wir mit Veränderungen konfrontiert, die auf uns zukommen. Die Kundenbedürfnisse verändern sich immer schneller. Hinzu kommen viele neue technologische Möglichkeiten. Ausserdem verändert sich der Markt laufend mit neuen Wettbewerbern. Auf diese Veränderungen müssen wir reagieren. Und ich möchte uns so aufstellen, dass wir die Veränderungen als Chance nutzen.