«Wir freuen uns, so viel Gehör zu finden»
Chiara Jacomet. Die 21-jährige Rätoromanin ist der Kopf der gleichnamigen Band Chiara. Sie ist die Frau, die die Texte schreibt. Die Frau, die erste Vorschläge für Melodien macht. Und die Frau, die sagt, wie der Song schliesslich klingen soll. Und doch macht Jacomet nichts ohne ihre drei Freundinnen Larissa Cathomen (E-Gitarre), Lea Huber (E-Bass), und Momo Kawazoe (Schlagzeug). Die drei Frauen müssen hinter der Musik, den Texten stehen können. Das ist Chiara wichtig.
Und das tun sie. Die Zusammenarbeit funktioniert. 2019 hat die junge Band ihr erstes Album auf den Markt gebracht. «Da mesanotg» heisst es. Acht der zehn Lieder sind auf Romanisch; sie handeln von der Sehnsucht nach fremden Ländern, der Liebe und neuen Erfahrungen. «Die letzten Jahren waren sehr intensiv. Schliesslich macht jeder in der Pubertät einen extremen Wandel durch, weil man noch nicht weiss, wohin der Weg einen tragen wird. Man verliert Freunde, gewinnt neue. Hat erste Beziehungen. Es passiert viel, bis man sich selber findet. Bis man weiss, wer man ist. Und in meinen Liedern geht es um all diese Themen, weil ich die Lieder eben in diesen Jahren geschrieben habe», sagt Jacomet.
Unsicherheiten sind Teil des Lebens
Gerade auch das vergangene Jahr war nicht einfach für Jacomet. Sie musste lernen, mit Niederlagen umzugehen, als sie bei der Hochschule für Jazz in Luzern abgewiesen wurde. «Da macht man sich halt schon Gedanken. Auch jetzt noch. Man verspürt eine grosse Unsicherheit, wie es im Herbst weitergeht. Man fragt sich, was passiert, wenn man die Prüfungen erneut nicht besteht», sagt Jacomet. Und all diese Gefühle, Emotionen verarbeitet sie dann in ihren Songs.