Widerstand gegen den Seezugang Lido
Der See gehört zu Rapperswil-Jona wie das Schloss. Entsprechend begehrt sind die Zugänge zum Wasser. Als im Sommer 2017 eine Petition für den Erhalt der Liegewiese im Lido umhergereicht wurde, kamen innert Wochenfrist 400 Unterschriften zusammen. Das Signal wurde im Stadthaus verstanden: An der Bürgerversammlung am 5. Dezember präsentierte Bauchef Thomas Furrer die Pläne für eine neue Lido-Wiese. Diese soll rund 4500 Quadratmeter umfassen, was ungefähr der Grösse eines Fussballfelds entspricht.
Die Bürgerversammlung hat denn für die Renaturierung der Trockenplätze und einen öffentlichen Seezugang im Lido einen Baukredit von einer Million genehmigt. Die Bauarbeiten sollen sieben Monate dauern und im Juni starten.
Seezugang ohne Schilfgürtel
Das Baugesuch mit den Baueingabeplänen lag auf der Bauverwaltung Rapperswil-Jona öffentlich auf. Es habe eine Einsprache mit drei Einsprechenden aus der direkten Anwohnerschaft gegeben, teilt Furrer mit: Die Einsprache wurde mit «unpassender Bepflanzung und zu grossen Bäumen» begründet. Furrer ist guten Mutes, dass eine Einigung mit den Anwohnern erzielt werden kann: «Die Anwohner monieren, dass die Bepflanzung nicht der Petition entspreche, mit der ein Seezugang ohne Schilfgürtel gefordert wurde.»
Die Anwohner monieren, dass die Bepflanzung nicht der Petition entspricht.
«Im Grundsatz ist die Bepflanzung allerdings in Ordnung. Es geht nur um Details, in der wir unterschiedliche Auffassungen vertreten», sagt Furrer: In diesem Sinne geht der Bauchef davon aus, dass die Bauarbeiten beim Seezugang Lido wie geplant im Juni aufgenommen werden können, sodass im November die neue Liegewiese bereitgestellt wird. Möglich sei, dass die Bepflanzung der Anlage erst im Frühling 2020 erfolge.