Wenn Gegensätze zu Harmonie verschmelzen
Die beiden harmonieren perfekt miteinander: Roland Scandella und Maria De Val. Die beiden lernten sich kennen, lernten sich lieben und beschlossen, gemeinsam Musik zu machen. Und das tun sie nun bereits seit einigen Jahren unter dem Namen Me + Marie. Im August brachten die beiden ihr zweites Album «Double Purpose» auf den Markt. «Alles hat seinen doppelten oder mehrfachen Zweck», sagte Maria im Sommer in einem Interview mit Radio SRF 3. «Das heisst: Es gibt nie eine einfach Antwort auf verschiedenen Sachen.»
Maria De Val und Roland Scandella. Die beiden hätten wir am Samstag zu einem Interview treffen sollen. Doch am Abend zuvor meldete Maria, Roland liege mit einer Grippe im Bett. Sie hätten auch ihre beiden bevorstehenden Konzerte absagen müssen. Doch auch ohne Interview können wir über die beiden für Euch berichten. Denn diese beiden Musiker sind interessant. Hauptsächlich auch deshalb, weil sie so verschieden sind – und in ihren Gegensätzlichkeiten dennoch so gute Musik machen.
Ein Ohrwurm entsteht
Maria de Val kommt aus dem Südtirol, Roland Scandella aus Graubünden. Die beiden wohnen in München, singen auf Englisch. Maria hat Jazz-Schlagzeug studiert und war Teil einer Band, die sich mit feenhaftem Pop einen Namen gemacht hat. Roland seinerseits stand mit verschiedenen schwermetallhaltigen Rockbands auf der Bühne. Und genauso unterschiedlich wie ihre Herkunft und Geschichte, sind auch die Songs auf dem Album «Double Purpose». Mal hören wir mehr Folkrock, mal mehr Pop, mal mehr Grunge. Mal ist es ruhiger, mal ist es lauter.
Der für den Award nominierte Song «Sad Song To Dance» verbindet die Melancholie des Indie-Pop mit der härteren Gangart des Grunge zu einem Ohrwurm. So zumindest beschreibt das Online-Magazin «Sounds & Book» den Song.