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Graubünden

Wenn die eigene Identität gestohlen wird

Südostschweiz
16.07.2020, 10:13 Uhr
gestern um 16:30 Uhr

Vermehrt haben schon Betrügereien im Internet für Schlagzeilen gesorgt. Nun sind auch in Graubünden Fälle von solchen Betrugsmaschen bekannt geworden. Wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilt, beabsichtigten 25 mehrheitlich pensionierte Personen auf «Online-Tradingplattformen» ihr Geld mit Gewinn anzulegen. Dabei wurde ihnen aber finanziellen Schaden zugetragen, indem sie von vermeintlichen Beraterinnen und Beratern gedrängt wurden, Investitionen zu tätigen.

Geld weg ...

Roman Rüegg, Mediensprecher Kantonspolizei Graubünden, meint gegenüber Radio Südostschweiz: «Nachdem die Geschädigten sich online angemeldet haben, sind sie von Online-Beratern kontaktiert worden. Teilweise über ein Jahr lang.» Bei den Investitionen ging es um verschieden hohe Beträge bis zum fünfstelligen Bereich. Bei einem Fall habe die geschädigte Person sogar 600'000 Franken verloren. «Es gab schon vermehrt solche Fälle, aber diese Summe ist im Vergleich schon eher hoch», so Rüegg.

… und Identität weg

Die 25 Personen wurden ebenfalls von den Unbekannten aufgefordert, ihre Identitätskarte oder den Pass zu kopieren oder zu fotografieren und den Betrügern zu übermitteln. Mit solchen Unterlagen könne Identitätsdiebstahl betrieben werden, erklärt Rüegg und fügt an: «Unter den gestohlenen Namen werden beispielsweise Bankkonti eröffnet oder Geld gewaschen.»

Laut Rüegg führt die Kantonspolizei Graubünden vermehrt Präventionsarbeit zu diesem Thema durch und rät Folgendes:

  • Investitionen mit der Hausbank oder dem Berater/der Beraterin des Vertrauens besprechen.
  • Unter keinen Umständen ID- oder Passkopien versenden.
  • Keine Anlagen unter Zeitdruck tätigen.
  • Nicht von professionellem Auftritt blenden lassen.
  • Nur Geldanlagen tätigen, welche man versteht.

Weitere Informationen rund um das Thema Online-Tradingplattformen und Betrug findet Ihr hier.

(egt/paa)

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