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Graubünden

Das romanische Verlagshaus braucht ab Mitte Jahr eine neue Leitung

Anita Capaul verlässt nach 14 Jahren die von ihr mit aufgebaute und massgeblich geprägte Chasa Editura Rumantscha.
Jano Felice Pajarola
05.03.2024, 16:33 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Überraschende Medienmitteilung am Dienstag aus der Chasa Editura Rumantscha (CER): Die seit Anfang 2010 als Geschäftsführerin tätige Anita Capaul verlässt die Institution und wechselt per Juni zum Kanton. Die heute 48-jährige Lugnezerin hat die CER, das erste romanische Verlagshaus, nach der Gründung vor 14 Jahren aufgebaut und seither auch geführt. Unter Capauls Ägide sind fast 100 Publikationen erschienen, wie aus der Mitteilung hervorgeht, darunter nicht nur gedruckte Werke, sondern auch E-Books. Auch hätten verschiedene Bücher respektive Autorinnen und Autoren in dieser Zeit für die in der CER veröffentlichten Publikationen Auszeichnungen erhalten.

Urezza Famos und Manuela Balett – sie vertreten die beiden Gesellschafterinnen des Verlagshauses, die Lia Rumantscha und die Uniun per la Litteratura Rumantscha – würden Capauls Schritt sehr bedauern, wird in der Mitteilung betont. Als Verlagsleiterin habe sie «enormes Engagement» geleistet und den romanischen Literaturschaffenden eine professionelle Anlaufstelle geboten. Capaul habe damit die Literaturszene der Rumantschia «massgeblich geprägt». Sie habe in den 14 Jahren bei der CER vielen inspirierenden Menschen begegnen dürfen, hält Capaul selbst fest. Es sei eine «bereichernde, abwechslungsreiche und kreative Arbeit» gewesen. Jetzt sei es aber Zeit für eine Veränderung, so Capaul. 

Ihre neue Aufgabe ist schon bekannt: Die Lugnezerin wird im Departement für Finanzen und Gemeinden Graubünden tätig. Sie übernimmt dort in der Stabsstelle Digitale Verwaltung die Aufgabe als Verantwortliche der Koordinationsstelle für Gemeinden. Die Nachfolgesuche für die Leitung der CER beginnt laut Capaul demnächst.