«Fragen müssen noch geklärt werden»
Vereinspräsident Christian Kaufmann begrüsste im Guggerbachsaal die ordnungsgemäss einberufene Generalversammlung. Aus dem wiederum mit Aktivitäten reich bestückten vergangenen Jahr strich er besonders die Diskussion um eine mögliche Fusion mit dem neu gegründeten Verein Dorfmuseen Davos heraus. «Es ist keineswegs so, dass der Verein Heimatmuseum beim neuen Verein partout nicht mitmachen will, wie das oft missverstanden wird.» Vonseiten des Vereinsvorstandes gebe es schlicht noch einige Fragen, die es zu beantworten gelte. «Das ist ein sehr wichtiger Entscheid», erklärte Kaufmann weiter. «Wir müssen sorgfältig überlegen, was das Richtige für den Verein, das Museum und Davos ist.»
Kurator Peter Dalbert präsentierte etwas Statistik. Er konnte eine leichte Zunahme der Besucherzahl auf fast 1200 Eintritte vermelden. Besonders erfreulich ist, dass mit über 900 Besuchen praktisch jedes Davoser Schulkind mindestens einmal im Heimatmuseum war. Zu verdanken ist das einem sehr aktiven Schulteam, das mit immer wieder neuen attraktiven Lerninhalten aktuelle Themen aufzunehmen versteht. Eine wichtige Aufgabe hofft der Kurator im laufenden Jahr abschliessen zu können: «Inzwischen sind rund 95 Prozent unserer Objekte inventarisiert.» Doch im Lager gebe es noch wunderschöne Gegenstände, die nie den Weg in eine Ausstellung gefunden hätten. «Vielleicht zeigen wir in Zukunft mal nur diese.» Buch führt der Kurator auch immer über den Arbeitseinsatz des Vereinsvorstandes. «Dieser wird immer mehr und noch immer grösstenteils in Fronarbeit geleistet.» Ein zukunftsweisendes Modell sei das nicht.
Wieder Hengerts anbieten
Ziel des Aufwandes ist es, jederzeit ein attraktives Museum präsentieren zu können und auch mit regelmässigen Sonderausstellungen die Leute immer wieder neu anzulocken. Im Zusammenhang mit der noch bis zum 25. Oktober laufenden Präsentation «Am Fuss des Zauberbergs – Davoser Alltag um 1924» werde das Heimatmuseum die während Corona aufgegebene Tradition der Museumshengerte wieder aufnehmen. Sie sind vierteljährlich angesetzt und werden jeweils unter anderem in dieser Zeitung angekündigt.
Auch wenn der Verein noch immer über ein ansehnliches Vermögen verfügt, schmilzt dieses jedes Jahr um einige zehntausend Franken. 2024 betrug der Fehlbetrag, mit dem die Ausgaben die Einnahmen überstiegen fast 33 000 Franken, und auch das Budget 2025 geht von einem Minus von über 20 000 Franken aus, wie Kassierin Sarina Tuor vermeldete. Dennoch wird der Mitgliederbeitrag unverändert belassen.