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Graubünden

Schluein kehrt Sana Surselva und dem Gesundheitsnetz den Rücken

Jano Felice Pajarola
11.04.2024, 04:30 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Das Ziel: Zweckmässige Organisation, voraussehbare Beitragsmodelle

Genau daran nämlich zweifeln Schlaepfer und sein Laaxer Amtskollege Franz Gschwend: Die gesamte Gesundheitsversorgung der Surselva, so ihre Ansicht, werde in einem einzigen Gebilde zusammengebunden sein, ohne Anreize, wirtschaftlich zu sein. Zudem bestehe bei einem Konkurs der Reit da Sanadad SA das Risiko, dass die gesamte Gesundheitsversorgung der Region zeitgleich eingestellt wäre. Stattdessen solle man konsequenter zusammenarbeiten und andere Beteiligungsmodelle prüfen.

Schon per Ende Dezember hatte der Schlueiner Gemeindevorstand ausserdem – nicht zuletzt wegen der finanziellen Schieflage des Regionalspitals – die Mitgliedschaft der Gemeinde im regionalen Gesundheitsverband Sana Surselva gekündigt; die Kündigungsfrist beträgt zwei Jahre. Auch dieser Austritt aus der Spitalträgerschaft wurde von der Gemeindeversammlung am Dienstagabend mit 30:13 Stimmen rückwirkend bestätigt, wie aus einer Mitteilung der Gemeinde ersichtlich ist. Der Vorstand wolle nun darauf hinwirken, dass eine zweckmässige Organisation mit voraussehbaren Beitragsmodellen und Anreizen für ein wirtschaftlich effizientes Regionalspital aufgestellt werde. Dann könne sich Schluein dieser Organisation wieder anschliessen.

Ralf C. Schlaepfer und Corsin Bearth im Gemeindevorstand bestätigt

Genehmigt wurden die Rechnungen des Schulverbands, der Bürgerstiftung und der Gemeinde. Letztere schliesst bei Ausgaben von 3,55 Millionen mit einem kleinen Minus von 3600 Franken ab. Netto investiert wurden letztes Jahr 265'000 Franken. Bei den anstehenden Wahlen wurden Präsident Schlaepfer und das Vorstandsmitglied Corsin Bearth im Amt bestätigt. Gutgeheissen wurde eine Verordnung über die Wildruhezonen, in Übereinstimmung mit der Korporation der Konzessionsgemeinden abgelehnt wurde das Gesuch der Kraftwerke Zervreila AG um Erneuerung der bestehenden Wasserrechte ab 2037.

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