Es besteht keine Gefahr: Zweimal ging am Dienstagnachmittag ein Fehlalarm los
von Anna Panier, Nicole Nett und Jano Felice Pajarola
Ein Sirenenalarm wurde am Dienstagnachmittag um 14.55 Uhr im gesamten Abflussgebiet des Stausees Marmorera ausgelöst – versehentlich. In verschiedenen Regionen in ganz Mittelbünden waren die örtlichen Sirenen gut zu hören. «Es besteht keine Gefahr, und niemand ist in Gefahr», so Markus Walser, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden. Es handle sich um einen Fehlalarm. Eigentlich hätte bei einer Übung im Wasserkraftwerk Marmorera offenbar ein stiller Alarm geprobt werden sollen. Der laute Alarm wurde laut Jürg Mayer vom Amt für Militär und Zivilschutz Graubünden «durch eine zutrittsberechtigte Person in Zusammenhang mit einem internen Systemtest in der Wasseralarmzentrale Marmorera aus Versehen ausgelöst».
– Markus Walser, Mediensprecher Kantonspolizei Graubünden
Der irrtümlicherweise losgegangene «richtige» Wasseralarm war in der ganzen potenziellen Hochwasserregion unterhalb des Stausees Marmorera gut zu hören. «Zur Ursache des unplanmässigen Verlaufs liegen uns derzeit noch keine Informationen vor», schreibt Florian Flämig, Mediensprecher des Stadtzücher Elektrizitätswerks EWZ, das die Anlage in Marmorera betreibt. «Wir hoffen, es kommt nicht erneut zu einem Fehlalarm und die Beteiligten haben nun daraus gelernt», so Walser von der Kantonspolizei.
Habt ihr den Fehlalarm gehört?
Rund um das Wasserkraftwerk in Marmorera wurden die örtlichen Sirenen ausgelöst: Hier befindet sich der Staudamm: