Den Fischen unter die Flossen greifen
In Davos wurde kürzlich zum Spatenstich für die erste Fischwanderhilfe an der Landwasser angesetzt. Wie die Elektrizitätswerk Davos AG (EWD) am Dienstag mitteilte, wurden die Arbeiten für solch ein Projekt beim Kraftwerk in Davos Glaris aufgenommen. Das 2011 in Kraft getretene revidierte Gewässerschutzgesetz verpflichte die Inhaber von Wasserkraftanlagen dazu, ökologische Beeinträchtigungen durch die Nutzung der Wasserkraft bis 2030 zu beseitigen. Zu diesen gehöre auch die Beeinträchtigung der Fischwanderung. Hindernisse, welche die Fischwanderung wesentlich beeinträchtigten, müssten saniert werden.
Das Landwasser gehört gemäss Medienmitteilung zur oberen Forellenregion, die Zielfischart bei der Kraftwerksanlage ist die Bachforelle. Deren Laichzeit dauere auf dieser Höhenlage von zirka September bis November, insbesondere für diese Zeit komme der freien Fischgängigkeit eine grosse Bedeutung zu.
Für den Auf- und den Abstieg
Die Fischwanderhilfe wird bei der Wasserfassung «Chummen» des Kraftwerks Glaris gebaut und beinhaltet einen Fischaufstieg sowie -abstieg (siehe Visualiserung). Die Projektkosten in Höhe von rund 2,3 Millionen Franken werden laut EWD durch den sogenannten Netzzuschlagsfonds finanziert. Die nun aufgenommenen Arbeiten würden sich bis zum Frühwinter erstrecken. Zum heutigen Zeitpunkt sei nicht sicher, ob die Fischwanderhilfe noch im laufenden Jahre in Betrieb gehen können. «Mit Sicherheit erfolgt die Inbetriebnahme aber auf den Frühling 2025», schreibt das EWD. (béz)