Sicherheit beim Schlemmen: So geht Brandschutz beim Fondueabend
Zugegeben, wenn es draussen kalt und ungemütlich ist, sorgt ein Fondueabend mit den Liebsten für eine gemütliche Atmosphäre. Doch wo die Flamme unter dem Topf sanft knistert und der Käse verführerisch blubbert, lauern Gefahren. Eine kleine Unachtsamkeit genügt und schnell kann der behagliche Abend in einem gefährlichen Brand enden.
Erst diese Woche berichtete die Kantonspolizei Graubünden von einem Rechaud, das beim Nachfüllen von flüssigem Brennsprit in einer Churer Wohnung explodierte. Das Resultat? Mehrere Personen erlitten Brandverletzungen unterschiedlichen Grades, und für einige endete der Abend sogar im Spital. Doch solche Vorfälle sind vermeidbar.
Verbrennungen: Churer Fondueabend endet im Zürcher Universitätsspital
Wichtige Grundsätze für den Brandschutz in der Küche
Marco Sgier, Leiter des Geschäftsbereichs Brandschutz bei der Gebäudeversicherung Graubünden, beschäftigt sich täglich mit Berichten von Bränden. Auch jener über den misslungenen Fondueabend lag auf seinem Pult. Für ihn steht fest: «Brennsprit hat beim Fondueabend nichts auf dem Tisch zu suchen.» Zwar ist der Gebrauch der flüssigen Anzündhilfe gesetzlich nicht verboten, laut dem Experten gibt es aber viele Alternativen, die sicherer sind. «Es gibt beispielsweise Brennpasten und elektrische oder gasbetriebene Fonduerechauds. Diese Varianten sind allesamt sicherer als Brennsprit.» Im Umgang mit Brennsprit bestehe kein Spielraum für Fehler, so der Experte weiter. Ein unachtsamer Moment, sei es durch das Berühren des Rechauds oder durch ein Verschütten des Sprits, reiche, und ein Brand sei nahezu garantiert. «Das endet dann in Verbrennungen an der Hand oder schlimmstenfalls im Gesicht», führt Sgier aus. Und betont: «Das alles ist vermeidbar, wenn man auf den Brennsprit verzichtet.»
Grundsätzlich gibt es laut dem Experten drei wesentliche Punkte, die für einen Fondueabend beachtet werden sollten: