Erfolgreich im Vorstellungsgespräch: Weshalb euer Outfit nicht in Erinnerung bleiben sollte
Die Hände sind schwitzig, die Stimme zittert leicht und im Kopf überschlagen sich die Gedanken – ja, Vorstellungsgespräche können sogar die Selbstsichersten unter uns ins Wanken bringen. Doch jede und jeder muss sich früher oder später mal einem solchen Gespräch stellen und will den zukünftigen Arbeitgebenden dabei natürlich überzeugen.
Wie aber bereitet man sich erfolgreich auf ein Vorstellungsgespräch vor und wie können Bewerberinnen und Bewerber einen positiven Eindruck hinterlassen?
Vorbereitung ist alles
Nicola Melillo ist RAV-Koordinator und leitet die Abteilung der Arbeitsvermittlung beim kantonalen Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit. Er beschäftigt sich beinahe täglich mit Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen. Laut ihm ist eine gründliche Vorbereitung der Schlüssel zum Erfolg. «Ich empfehle immer, sich gut über das Unternehmen zu informieren, bei dem man sich vorstellt.» Heutzutage lasse sich das schnell und einfach über die Website der Firma bewerkstelligen, wo man mit einem Klick herausfinden könne, wer die Geschäftsführung innehabe oder wie gross das Team sei.
Mit diesem Wissen schafft man laut Melillo eine solide Basis. Ebenso wichtig während der Vorbereitung sei die Outfitwahl. Melillos Rat lautet: «Nicht underdressed, nicht overdressed, sondern dem Unternehmen angemessen.» Damit meint er, eine branchengerechte, schlichte und gepflegte Kleidung. «Für ein Vorstellungsgespräch bei einer Baufirma wähle ich eine andere Garderobe als bei einer Bank», führt der Experte aus und fügt an: «Der Grundsatz lautet: ‹Nach dem Gespräch sollte sich der Gesprächspartner nicht unbedingt an das erinnern, was man getragen hat›.»
Nachfragen kann Interesse vermitteln
Auch wenn gerne und oft davon gesprochen wird, dass ein Vorstellungsgespräch ein Kennenlernen ist, so wird den Bewerbenden trotzdem mit Fragen ganz genau auf den Zahn gefühlt. Laut Melillo können das Fragen sein wie: Wieso sind Sie gerade für die Stelle geeignet? Was sind Ihre Lohnvorstellungen? Oder weshalb sind Sie die Person, die wir nehmen sollten? «Natürlich sind solche Fragen immer etwas spitzfindig, aber man kann sich gut darauf vorbereiten», betont der Experte. Gleiches gelte für die Abfrage der Stärken und Schwächen.